Fazit: Die wöchentlichen DOE-Statistiken sind in den diesjährigen Daten stark von den Folgen des Hurrikans Harvey beeinflusst und werden es noch einige Wochen bleiben. Der Rohölbestandsaufbau dieser Woche fiel geringer aus als vom Markt erwartet, was jedoch vor allem auf schwache Importe zurückzuführen ist. Wir erwarten, dass in den kommenden Wochen mehr Rohöl auf See an Land kommt. Das bedeutet, dass die Rohölbestandsdaten weiterhin bärisch aussehen werden, auch wenn die Raffinerien ihren Betrieb wieder aufnehmen.
- Der Aufbau der Erdölbestände insgesamt betrug 0,2 Mio. Barrel und lag leicht unter dem saisonalen Durchschnitt. Wie erwartet stiegen jedoch die Rohölbestände stark (5,9 Mio. Barrel gegenüber saisonal -2,4 Mio. Barrel), während Motorenbenzin und Destillate stark abgebaut wurden (-8,4 Mio. Barrel bzw. -3,2 Mio. Barrel).
- Die implizite Nachfrage blieb mit 19,8 Mio. Barrel/Tag hoch, doch diese Zahl ist angesichts der durch den Sturm verursachten Störungen mit noch größerer Vorsicht zu genießen als sonst.
- Die Exporte erholten sich kräftig um über 1,5 Mio. Barrel/Tag, liegen aber weiterhin deutlich unter dem Niveau vor dem Sturm. Gleichzeitig fielen die Importe noch niedriger aus als in der Vorwoche (minus 0,5 Mio. Barrel/Tag). Dies führte zu einem starken Rückgang der Nettoimporte um über 2 Mio. Barrel/Tag (in der Vorwoche hatte es allerdings einen deutlichen Anstieg der Nettoimporte gegeben, da die Exporte doppelt so stark zurückgingen wie die Importe). Wir erwarten, dass sich die Importe in den kommenden Wochen kräftig erholen, da Tanker, die auf See warten, ihre Ladung löschen.
- Die Raffinerieauslastung sank um weitere 2 % auf 77,7 %. Diese Zahl wird in den Daten der nächsten Woche deutlich höher ausfallen.
- Die Rohölförderung erholte sich kräftig um knapp 600 kb/d und machte damit den Großteil des Rückgangs von 750 kb/d aus der Vorwoche wieder wett.
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