Unsere Kurzeinschätzung zu den WÖCHENTLICHEN VERSORGUNGSSCHÄTZUNGEN des US-Energieministeriums (DOE), einschließlich detaillierter Tabellen und Charts. Die Highlights dieser Woche:
Fazit: Auf den ersten Blick neutrale Daten, da der Bestandsaufbau in etwa dem saisonalen Muster entsprach. Nach dem starken Aufbau der Vorwoche hatte der Markt jedoch eine Umkehrung erwartet, also nicht nur eine Wiederaufnahme der Abbauten, sondern einen besonders großen einmaligen Abbau. Daher der starke Ausverkauf bei Öl und Ölspreads heute. Der Grund dafür, dass der Abwärtstrend bei den Beständen zum Stillstand gekommen ist, ist der offensichtliche Einbruch der Nachfrage, insbesondere der Nachfrage nach Motorenbenzin, der mit dem Beginn der Fahrsaison nicht vereinbar ist. Unserer Ansicht nach würde ein solcher Nachfrageeinbruch auf ein deutlich größeres Problem in der Wirtschaft hindeuten. Wir haben dafür jedoch in anderen Bereichen, etwa bei den Zinsen, keine weiteren Anzeichen gesehen. Wir halten es für zu früh, den Schluss zu ziehen, dass der Abwärtstrend bei den Beständen beendet ist; dafür bräuchte es die Bestätigung, dass ein Nachfrageproblem vorliegt. Wichtig: Das Angebot wächst zwar weiter, aber nicht schnell genug, um die schwachen Bestandsdaten der letzten zwei Wochen zu erklären.
- Der starke Aufbau der gesamten Erdölbestände hat sich in dieser Woche nicht umgekehrt. Die Gesamtbestände stiegen um 6,8 Mio. Barrel, also 1,9 Mio. Barrel mehr als im saisonalen Durchschnitt und 3,4 Mio. Barrel mehr als erwartet
- Die Rohölbestände sanken weiter im Rahmen des saisonalen Durchschnitts, die Bestände an Motorenbenzin stiegen jedoch um fast 2 Mio. Barrel stärker als üblich
- Die implizite Nachfrage erholte sich etwas vom starken Rückgang der Vorwoche, liegt aber weiterhin 0,3 Mio. Barrel pro Tag unter dem Vorjahresniveau. Die Nachfrage nach Motorenbenzin liegt weiterhin 0,3 Mio. Barrel pro Tag unter dem Vorjahr, während die Nachfrage nach Mitteldestillaten und Kerosin gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen ist. Obwohl die letzten beiden Wochen sehr schwach waren, liegt die Nachfrage im 4-Wochen-Durchschnitt nur 130.000 Barrel pro Tag unter dem Vorjahr.
- Ein Teil der niedrigen Nachfragezahl für Motorenbenzin ist höchstwahrscheinlich auf den hohen Anpassungsfaktor für Motorenbenzin von -0,3 Mio. Barrel pro Tag zurückzuführen
- Die Nettoimporte sanken gegenüber der Vorwoche um 0,8 Mio. Barrel pro Tag und machten damit die Hälfte des Anstiegs von 1,5 Mio. Barrel pro Tag der Vorwoche wieder rückgängig.
- Die Raffinerieauslastung stieg um 0,3 % und liegt nun bei saisonal sehr hohen 94,4 %
- Die Rohölproduktion stieg gegenüber der Vorwoche um 12.000 Barrel pro Tag und wächst gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. Barrel pro Tag
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