Fazit: Die wöchentlichen DOE-Statistiken sind in den Zahlen dieser Woche weiterhin stark von den Folgen des Hurrikans Harvey geprägt und werden es noch einige Wochen bleiben. Auf den ersten Blick wirken die Zahlen sehr bullisch, doch ein Teil des starken Abbaus der Gesamtbestände ist auf niedrige Nettoimporte zurückzuführen, die sich künftig voraussichtlich erholen werden. Wir erwarten weiterhin, dass sich die globalen Lagerabbauten im weiteren Jahresverlauf fortsetzen, was zu stärkeren Zeitspreads und höheren Flat-Preisen führen dürfte.
- Gesamtabbau bei Erdöl und Erdölprodukten von 8,2 Mio. Barrel gegenüber einem saisonüblichen Aufbau von 5 Mio. Barrel. Der starke Aufbau bei Rohöl wurde durch starke Abbauten bei den Produkten ausgeglichen, was zu erwarten war, da ein großer Teil der Raffineriekapazität weiterhin nicht verfügbar war
- Der Abbau der Gesamtbestände an Erdöl und Erdölprodukten wurde zudem durch einen starken Abbau bei Propan und bei „Other“ (letztere Kategorie enthält Flüssiggase wie Ethan) vergrößert
- Die implizite Nachfrage erholte sich weiter, doch der 4-Wochen-Durchschnitt liegt noch deutlich unter dem der Vorwochen. Wie bereits dargelegt, sind die Zahlen zur impliziten Nachfrage zum jetzigen Zeitpunkt jedoch sehr unzuverlässig
- Die Nettoimporte gingen deutlich zurück, da sich die Exporte wieder auf das Niveau vor dem Sturm erholten, während die Importe noch erheblich niedriger lagen. Wir erwarten, dass die Importe in den kommenden Wochen steigen, sobald das vor der Küste wartende Rohöl eintrifft.
- Die Raffinerieauslastung erholte sich gegenüber der Vorwoche um 5,5 %, doch ein erheblicher Teil der Raffineriekapazität war in der vergangenen Woche weiterhin nicht verfügbar
- Die Rohölproduktion stieg um 150 kb/d und liegt nun wieder 1 Mio. b/d über dem Vorjahr. Wie bereits dargelegt, halten wir die wöchentlichen Produktionsdaten für überzeichnet; das Wachstum gegenüber dem Vorjahr dürfte erheblich niedriger sein.
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