Fazit: Auf den ersten Blick wirken die Zahlen sehr positiv, da die Gesamtbestände um mehr als 11 Mio. Barrel stärker sanken als normal. Allerdings entfallen 7 Mio. Barrel davon allein auf Produktionsausfälle, die sich voraussichtlich nächste Woche umkehren werden. Rekordhohe Exporte trugen zu einem weiteren Bestandsabbau bei. Auf globaler Ebene ist das neutral, es beschleunigt jedoch den Abbau in den USA. Wir glauben, dass sich der Abstand zwischen WTI und Brent mittelfristig deutlich verringern muss. Hinzu kommt, dass die Bereinigung der globalen Lagerbestände anhält.
- Sehr großer Rohölabbau von 5,7 Mio. Barrel gegenüber erwarteten 3,9 Mio. Barrel (und 11,4 Mio. Barrel mehr als saisonal üblich). Dadurch sanken die Gesamtbestände um 9,4 Mio. Barrel, 8,7 Mio. Barrel mehr als normal. Der große Rohölabbau fiel jedoch mit einem starken Produktionsrückgang von über 1 Mio. Barrel/Tag infolge des Sturms im US-Golf von Mexiko zusammen.
- Die Nachfrage sank letzte Woche um 0,6 Mio. Barrel/Tag auf saisonal sehr niedrige 19,1 Mio. Barrel/Tag, doch der 4-Wochen-Durchschnitt liegt weiterhin auf Vorjahresniveau.
- Die Gesamtexporte stiegen um 0,9 Mio. Barrel/Tag, vor allem weil die Rohölexporte sprunghaft auf Allzeithochs anstiegen. Dies ist unserer Ansicht nach das Ergebnis von der weiterhin sehr große WTI-Brent-Spread.
- Die Gesamtimporte blieben gegenüber der Vorwoche unverändert und lagen in etwa auf dem Niveau der Importe des Vorjahres.
- Die Netto-Gesamtimporte sanken um 0,9 Mio. b/d auf extrem niedrige 2,9 Mio. b/d.
- Die Raffinerieauslastung sank gegenüber der Vorwoche um 4,7 % auf 84,5 %, da Raffinerien vor dem Sturm heruntergefahren wurden.
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