Update des Handelsdesks: Silber – eine glänzende Chance?

Dem Edelmetallmarkt fehlte auch in dieser Woche eine klare Richtung, da die geopolitischen Sorgen wegen der Lage in der Ukraine fortbestanden, die US-Notenbank jedoch ihr Vertrauen in die wirtschaftliche Erholung der USA bekräftigte. Die weithin erwartete weitere Reduzierung der Anleihekäufe wurde am Mittwoch vom Offenmarktausschuss der Federal Reserve bekannt gegeben.

Roland Khounlivong, Leiter des Handels bei GoldMoney, sagte, Gewinnmitnahmen seien auch in dieser Woche der Haupttrend gewesen; das Handelsvolumen beim Online-Edelmetallhändler sei gegenüber der Vorwoche um 50 % gestiegen, da die Anleger aus den Osterferien zurückkehrten. „Die interessanteste Entwicklung der Woche ist jedoch das Gold-Silber-Verhältnis, das mit 67,64 den höchsten Stand seit August 2010 erreicht hat. Gold und Silber wurden in dieser Woche in gleichem Maße verkauft, aber das volatile Silber hat am stärksten gelitten.

„Die Aussage der US-Notenbank, die wirtschaftliche Erholung sei auf Kurs, hat Anleger von sicheren Anlagen abgezogen. Die einzigen Gewinne verzeichneten Platin und Palladium, die vom geopolitischen Faktor und der möglichen steigenden Nachfrage der Industrie profitieren.

„Morgen (Freitag) werden die US-Arbeitsmarktdaten für April veröffentlicht, die dem Markt weitere Orientierung geben könnten, und nächste Woche wird die Sitzung der Europäischen Zentralbank den Fokus weiter auf Nachrichten zur wirtschaftlichen Erholung lenken. In der Zwischenzeit wird es interessant sein zu sehen, wie weit das Gold-Silber-Verhältnis steigen kann, bevor Silber wieder als guter Kauf erscheint.“

16:00 Uhr, 01.05.14: Wochenvergleich der Entwicklung: Gold fiel um 0,7 % auf 1.280,46 US-Dollar; Silber verlor 3,5 % und liegt bei 18,93 US-Dollar; Platin gewann 0,9 % auf 1.415,51 US-Dollar, während Palladium ebenfalls um 1,8 % auf 811,22 US-Dollar zulegte.

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Gold hat sich historisch als hervorragendes Mittel zum Erhalt der Kaufkraft über lange Zeiträume erwiesen. So benötigt man heute fast die gleiche Menge Gold, um ein Barrel Rohöl zu kaufen, wie vor 60 Jahren. Das steht in deutlichem Gegensatz zum Ölpreis in nationalen Währungen wie dem US-Dollar.

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