Pause zu Thanksgiving

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Der Thanksgiving-Feiertag in den USA sorgte dafür, dass der Handel mit Edelmetallen in dieser Woche verhalten verlief. Dennoch behaupteten sich die Gold- und Silberpreise. Im europäischen Morgenhandel lag Gold heute bei 1.753 US-Dollar, 3 Dollar über dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag. Silber notierte bei 21,35 US-Dollar, ein Plus von 40 Cent. Bemerkenswert ist, dass die Kursbewegungen bei Silber im Tagesverlauf im Verhältnis zu Gold ungewöhnlich stark schwankten. Dies deutet auf eine geringe relative Liquidität hin, was dadurch bestätigt wird, dass Silber im Wochenverlauf gegenüber Gold zulegte.

Silber ist wahrscheinlich ein Gradmesser für den Edelmetallhandel insgesamt, denn das Open Interest an der Comex geht zurück. Dies zeigt unsere nächste Grafik.

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Beachten Sie, dass das Open Interest nun auf dem niedrigsten Stand seit Beginn des aktuellen Bullenmarktes für Gold im Dezember 2015 liegt (den Ausverkauf im März 2020 können wir als Ausreißer betrachten). In diesem Zeitraum ist der Preis von 14 auf 21 US-Dollar gestiegen, allerdings zeitweise mit hoher Volatilität. Wir wissen, dass der Hintergrund eine zunehmende industrielle Nachfrage ist, und das Silver Institute hebt seine Nachfrageprognosen an. Am 18. November veröffentlichte das Silver Institute eine überarbeitete Prognose, wonach die weltweite Nachfrage in diesem Jahr um 50 Millionen Unzen steigen wird. Dies ergibt vor der Investitionsnachfrage ein Nettoangebotsdefizit von 71,5 Mio. Unzen. Das Institut veranschlagt für die Investitionsnachfrage weitere 25 Mio. Unzen, wodurch das Defizit auf 96,5 Mio. Unzen steigt.

Dennoch ignorieren die Preise diese sehr positiven Fundamentaldaten. Aus der geringen Liquidität an den Papiermärkten können wir schließen, dass Silber falsch bewertet ist und dass die Liquidität erst bei einer fundamentalen Neubewertung zurückkehren wird.

Das Open Interest für den Goldkontrakt an der Comex zeichnet ein ähnliches Bild:

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Das Open Interest ist so niedrig wie nur möglich, und dennoch hat sich der Preis relativ fest gehalten. Da jedoch ein großer oberirdischer Bestand das Angebot bildet, müssen die Merkmale zwangsläufig anders sein als bei Silber. Hier sehen wir, dass dem Markt auf diesem Preisniveau physisches Edelmetall entzogen wird, während das Interesse der Hedgefonds verhalten bleibt.

Das war sinnvoll, solange der Dollar stark war, weil die Hedgefonds dann Goldkontrakte verkauften, um Dollar zu kaufen. Dies ist jedoch nicht mehr der Fall. Der handelsgewichtete Dollar-Index ist in den vergangenen sechs Wochen praktisch eingebrochen, wie unsere nächste Grafik zeigt.

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Dies spiegelt sich in einer leichten Erholung der Managed-Money-Position wider: Die Hedgefonds haben ihre Netto-Short-Positionen geschlossen und sind nun leicht netto long.

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Die Korrelation zwischen der Netto-Managed-Money-Position und dem Goldpreis ist recht eng. Solange sich diese Korrelation nicht ändert, können wir daher eine weitere Dollarschwäche weiterhin in höhere Goldpreise übersetzen.

Für Händler stellt sich also die Frage nach dem Ausblick für den Dollar. Hier sehen wir zunehmend Anzeichen für eine Wende weg von der Inflationsbekämpfung hin zu wachsender Sorge vor einer Rezession. Unter diesen Umständen können wir erwarten, dass Hedgefonds im Zuge dieser Wende Long-Positionen aufbauen. Dies geschieht ausgehend von einem extrem niedrigen Open Interest, und es müssen zusätzlich 100.000 Netto-Long-Kontrakte der Managed-Money-Gruppe aufgenommen werden, damit die Marktstimmung wieder neutral wird.

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