Marktbericht: Silber entwickelt sich gut

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Im ruhigen Handel dieser Woche stieg Gold gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag um 12 US-Dollar auf 1.911 US-Dollar im morgendlichen Handel in der europäischen Zeitzone, und Silber legte im selben Zeitraum um 70 Cent auf 24,82 US-Dollar zu. Eine Rally in der Wochenmitte führte beide Metalle am Mittwoch im Tagesverlauf auf 1.931 bzw. 25,30 US-Dollar.

Die Edelmetallbanken sind beim Comex-Goldkontrakt weiterhin dramatisch short positioniert, wie die nächste Grafik zeigt.



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Alle Versuche, ihre Short-Positionen zu verringern, sind zuletzt gescheitert. Offiziell heißt es, die Short-Positionen an der Comex dienten der Absicherung von Long-Positionen in London. Die LBMA behauptet zwar, in London lägen reichlich physische Bestände in Tresoren, verschweigt aber, dass sich diese fast vollständig bereits im Besitz von Zentralbanken, ETFs und anderen befinden und dass die physische Liquidität nahezu nicht vorhanden ist.

Wie die untenstehende Grafik zeigt, hat die Kategorie Managed Money (Hedgefonds) ihre Netto-Long-Positionen auf einen Wert unterhalb ihrer langfristigen Durchschnittsposition reduziert, die durch die gestrichelte Linie dargestellt wird. Damit die Edelmetallbanken in der Kategorie Swaps ihre Short-Positionen schließen können, müssten die Hedgefonds voraussichtlich mehr als 150.000 Kontrakte netto long sein. Es gibt jedoch eine neue Gefahr: Entscheiden sich Hedgefonds, Dollar zu verkaufen und Gold zu kaufen, entsteht für die Edelmetallbanken zusätzlicher Druck.



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Silber ist unterdessen auffallend ruhig. Wie der untenstehende Screenshot zeigt, gehen die Edelmetallbanken jedoch allmählich wieder Short-Positionen ein. Und als wichtigste Liquiditätsgeber an der Comex fällt auf, dass ihre Long-Positionen, Short-Positionen und Spreads seit August allesamt geschrumpft sind. Die Liquidität schwindet.



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Alle erwarten, dass Gold und Silber sich gemeinsam entwickeln, wenn auch mit größerer Schwankungsbreite bei Silber. Doch bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass das Gold-Silber-Verhältnis seit dem 24. September von 84 auf aktuell 77 gesunken ist, während sich bei Gold lediglich eine unbedeutende Rally vollzog. Dies spiegelt sich in unserer Titelgrafik wider, die deutlich zeigt, dass Silber seither Gold erheblich übertrifft.

Die LBMA berichtet, dass die eingelagerten Silberbestände sinken. Zwischen März und August wurden 3.180 Tonnen aus den Tresoren der Mitglieder abgezogen, und das zu einer Zeit, in der der SLV, dessen Silber in London gelagert wird, stark gewachsen ist. Allein in den letzten drei Monaten hat der SLV seinen Silberbestand um weitere 5.000 Tonnen erhöht.

Das wirft für sich genommen mehrere logistische Fragen auf, die wir mangels Informationen jedoch außen vor lassen. Der Rückgang der Handelsvolumina an der Comex, die zunehmenden Short-Positionen der Edelmetallbanken und die sinkende Liquidität in den Londoner Tresoren deuten allesamt darauf hin, dass Silber für die nächste Hausse bereitsteht, die explosiv ausfallen könnte.  Der Zeitpunkt scheint sehr nah, angesichts der Dringlichkeit, mit der die politische Klasse in Amerika die Umsetzung eines neuen Konjunkturpakets nun betreibt.

Es könnte bereits vor der Präsidentschaftswahl kommen, da die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, der Dringlichkeit eines neuen Konjunkturpakets nun zustimmt. In diesem Fall könnten die Edelmetallbanken mit zunehmenden Lieferforderungen für physisches Metall konfrontiert werden, ausgelöst durch eine breitere Öffentlichkeit, die angesichts der Geldentwertung in Sorge gerät, genau wie am 23. März.



 

 

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