Marktbericht: Leitzinsen unverändert, aber …

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Die Angriffe der Bullion-Banken und Marktmacher auf die Gold- und Silberpreise (zusammenfassend die Swaps an der Comex) setzten sich bis in die erste Woche des neuen Monats fort, wobei bis zur Anwendung der Net Stable Funding Ratio von Basel 3 auf die LBMA-Mitglieder nur noch sieben Wochen verbleiben. Trotz der Versuche, spekulative Bullen abzuschütteln, blieben die Preise im Wochenverlauf stabil: Gold legte gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag um 13 US-Dollar zu und notierte heute im frühen europäischen Handel bei 1.795 US-Dollar. Silber lag mit 23,78 US-Dollar neun Cent niedriger. Am Mittwoch markierte Silber ein Tief von 23,03 US-Dollar, erholte sich in der darauffolgenden Sitzung unter den Bedingungen eines Bear Squeeze jedoch um einen Dollar.

Die Edelmetalle scheinen von einem Bear Squeeze beeinflusst zu werden. Um ihre Short-Positionen zu verringern, nutzten die Bullion-Banken die Unsicherheit vor der FOMC-Erklärung am Mittwoch, um die Stopps der Managed-Money-Anleger auszulösen. Da das Open Interest bei Gold am folgenden Tag netto jedoch um 5.562 Kontrakte stieg, ist das Manöver gescheitert.

Letzte Woche habe ich darauf hingewiesen, dass die Swaps den Goldpreis unter 1.810 US-Dollar drücken müssen. Die nächste Grafik aktualisiert die Lage.

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Der 55-Tage-Durchschnitt liegt bei 1.780 US-Dollar, der 12-Monats-Durchschnitt bei 1.805 US-Dollar. Hält sich der Preis oberhalb dieser gleitenden Durchschnitte, führt dies zu einem Golden Cross, und in den nächsten Wochen werden beide Durchschnitte steigen. Für technische Analysten ist dies ein eindeutig bullisches Signal. Zur Veranschaulichung eines Golden Cross sehen Sie die Grafik der zehnjährigen US-Staatsanleihe.

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Das erste Golden Cross bei 0,75 % ereignete sich vor einem Jahr, und die Rendite stieg auf 1,75 % mit einem Höchststand im April. Nach einer sechsmonatigen Konsolidierung hat sich ein zweites Golden Cross gebildet, das einen Anstieg bis an die Marke von 3,25 % zu stützen scheint. Dieses Beispiel aus dem Anleihemarkt zeigt, warum die Swaps die Marke von 1.800 US-Dollar bei Gold verteidigen müssen, sonst riskieren sie, Opfer eines sich verschärfenden Bear Squeeze zu werden.

Die Fed ist sich des Risikos steigender Anleiherenditen bewusst, und während sie bei der Rückführung ihrer QE-Anleihekäufe nachgibt, sind die Zinsen eine rote Linie. Auf der FOMC-Sitzung diese Woche beharrte man weiterhin darauf, dass die Inflation verschwinden werde, vielleicht etwas später als ursprünglich erwartet. Dieses Thema wiederholen auch alle anderen großen westlichen Zentralbanken: die BoE, die EZB und die BoJ. Die BoE hat gestern ihre Glaubwürdigkeit geopfert, indem sie ihren Leitzins nicht von 0,1 % angehoben hat, und wurde dafür bestraft: Das Pfund fiel um 2,5 Cent (fast 2 %). Das ist unsere nächste Grafik.

Illustration accompanying Marktbericht: Leitzinsen unverändert, aber …Unter der Zinspolitik der BoE scheint das Pfund nach unten auszubrechen, mit wichtiger Unterstützung bei 1,2000 US-Dollar. Kunden von Goldmoney, die in Pfund rechnen, sollten dies im Hinblick auf die Edelmetallpreise berücksichtigen. Die weitergehende Folge ist jedoch, dass die Phase allgemeiner Währungsstabilität bei den vier Hauptwährungen möglicherweise zu Ende geht.

Wenn zwischen den führenden Zentralbanken eine Zinskoordination besteht, profitieren davon mit großer Wahrscheinlichkeit die Rohstoff- und Energiepreise. In diesem Fall können wir nach dem Abklingen der Basel-3-Einflüsse höhere Gold- und Silberpreise erwarten.






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