Marktbericht: Gold versucht den Ausbruch …

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Gold entwickelte sich diese Woche stark und stieg gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag um 15 $ auf 1.355 $ im heutigen europäischen Vormittagshandel. Die starke Wertentwicklung von Gold zieht das scheinbar zögerliche Silber von den Tiefstständen der Wochenmitte nach oben, sodass es auf Wochensicht nur um ein oder zwei Cent auf 15,03 $ zulegt.

Silber scheint deutlich zurückgeblieben zu sein, wie die nächste Grafik zur Kategorie „Managed Money“ an der Comex zeigt.
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Während Gold am 4. Juni (dem letzten verfügbaren COT-Wert – die Aktualisierung wird heute Abend erwartet) eine neutrale Position auswies, steht Silber nach wie vor kurz vor einem Rekordwert an überverkauften Positionen. Sollte sich die starke Entwicklung von Gold fortsetzen, deutet dies darauf hin, dass ein spektakulärer Bear Squeeze bei Silber sehr wahrscheinlich wird.

Unsere nächste Grafik zeigt die Bewegung dieser Woche im Zusammenhang, wobei Gold droht, aus seiner dreijährigen Konsolidierung auszubrechen.
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Der Preis scheint die obere Trendlinie der Konsolidierung soeben durchbrochen zu haben, doch die Bullen werden sich wohler fühlen, wenn der Preis die Marke von 1.360–1.370 $ überwindet. Dessen ungeachtet sind die gleitenden Durchschnitte bullisch ausgerichtet. Wichtig ist, dass das Flaggenmuster vom 20. Februar bis zum 31. Mai (dargestellt zwischen den beiden abwärts geneigten Linien) abgeschlossen ist und nach dem Prinzip „Bewegung hinein gleich Bewegung hinaus“ ein Kursziel von 1.475 $ ergibt. Ein überzeugender Ausbruch über 1.370 $ würde dann auf der Grundlage des bullischen Anstiegs zwischen Dezember 2015 und Juli 2016 in die dreijährige Konsolidierung hinein außerdem auf 1.650 $ und mehr hindeuten.

Die kommende Woche könnte durchaus entscheidend sein. Derzeit machen Kommentatoren eine Zuspitzung der Spannungen in der Straße von Hormus verantwortlich. Wir sollten jedoch beachten, dass die Androhung militärischer Konflikte bei Gold meist kaum mehr als eine kurze Reflexreaktion auslöst und ebenso einen starken Dollar bewirken kann. Entscheidend sind die wirtschaftlichen Aussichten für den Dollar und für Papierwährungen insgesamt. Als Nächstes folgt der handelsgewichtete Dollar.
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Der handelsgewichtete Dollar-Index befindet sich weiterhin in seinem Konsolidierungsmuster, und ein überzeugender Bruch unter 96,5 würde zu einem Goldpreis von über 1.370 $ passen.

Neben der sich entwickelnden Lage im Persischen Golf häufen sich weitere Belege für eine bevorstehende globale Rezession, wobei Wirtschaftsstatistiken überall in diese Richtung weisen. Es wird deutlich, dass die Geldpolitik sich stark lockern wird, insbesondere beim US-Dollar. Unterdessen scheint China die Hoffnung aufzugeben, dass bei den Zöllen eine vernünftige Einigung mit Amerika erreicht werden kann, da das Vorgehen Amerikas darauf hindeutet, dass sein Ziel darin besteht, Chinas wirtschaftlichen Machtzuwachs zu verhindern.

Ein weiteres Treffen zwischen den Präsidenten Xi und Putin fand am D-Day statt. Alles, was die Amerikaner damit zu erreichen scheinen, ist eine zunehmende Solidarität zwischen den asiatischen Supermächten.

Es gibt ein Sprichwort, das die Amerikaner beachten sollten: Wenn man in einem Loch sitzt, soll man aufhören zu graben. Sie empfinden das Ende eines Imperiums als unannehmbar. Seit dem Ende von Bretton Woods im Jahr 1971 haben sie andere Länder überredet und unter Druck gesetzt, den Dollar als globalen Währungsstandard zu akzeptieren. Diese Epoche geht ihrem Ende entgegen, und darum geht es letztlich beim Wechselkurs zwischen Gold und Dollar.

Abschließend ein Blick darauf, wie sich der Goldpreis in den anderen wichtigen Währungen entwickelt hat.

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Auf demselben Zeitraster wie in unserer Hauptgrafik ist Gold in Pfund Sterling um 12,9 %, in Euro um 12,0 % und in Yen um 5,8 % gestiegen. In Dollar beträgt der Anstieg 8,1 %.

 

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