Marktbericht: Gold steigt deutlich über 1.600 $

Screenshot 21.02.2020, 12:26:32 Uhr

Gold und Silber entwickelten sich diese Woche stark, da einem breiteren Anlegerpublikum deutlich wurde, dass eine neue Runde koordinierter weltweiter Geldschöpfung bevorsteht. Gold stieg gegenüber dem Schlusskurs vom letzten Freitag um 50 $ und notierte heute Morgen im europäischen Handel bei 1.633 $, während Silber im selben Zeitraum um 75 Cent auf 18,50 $ zulegte.

An der Comex ist das Open Interest im Goldkontrakt seit dem 12. Februar um 75.000 Kontrakte stark angestiegen, wie unsere nächste Grafik zeigt.



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Mit einem Open Interest von erneut über 700.000 Kontrakten bedroht diese Bewegung die Edelmetallbanken, die ihre übliche Kontrolle über den Edelmetallmarkt offenbar verloren haben. Interessanterweise geschieht dies zeitgleich mit einer erneuten Stärke des handelsgewichteten Dollar-Index, der infolge eines schwachen Euro und Yuan gestiegen ist. Dies ist unsere nächste Grafik.



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Nach seiner kräftigen Rally seit April 2018 (Pfeil) scheint der handelsgewichtete Dollar-Index eine sich ausweitende Topformation zu vollenden. Obwohl dies ein schwaches Zeichen für den Dollar und theoretisch gut für Gold ist, hat der Index seit dem Amtsantritt von Präsident Trump in einer Rally neue Höchststände herausgefordert.

Die technische Chartanalyse von Gold, die als Nächstes folgt, ist zweifellos beeindruckend.


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Es scheint ein ausgezeichnetes bullisches Momentum zu bestehen, das den Preis wahrscheinlich bis zum Test der Marke von 1.700 $ treiben wird.

Obwohl Gold seit Monatsbeginn um fast 80 $ gestiegen ist, blieb dies von den Mainstream-Medien unbemerkt. Dieser Mangel an Aufmerksamkeit signalisiert in der Regel die Anfangsphase einer Aufwärtsbewegung. Tatsächlich weiß niemand so recht, was er davon halten soll, zumal die chinesische Nachfrage nach Schmuck aufgrund des Coronavirus einbricht. Die Entnahmen von der Shanghai Gold Exchange halbierten sich im Januar gegenüber dem Vorjahr auf 111,9 Tonnen. Der Februar wird noch schlechter ausfallen.

Wer versteht, dass weniger Gold steigt, sondern vielmehr Papierwährungen fallen, dürfte die Lage besser einschätzen. Die Weltwirtschaft steuerte bereits auf eine Rezession zu, und die Zentralbanken drängten ihre Regierungen, die Defizitausgaben zu erhöhen, damit sie ihre quantitative Lockerung ausweiten können. Ohne zunehmende Mengen an Staatsanleihen zum Kauf gehen den Zentralbanken die geldpolitischen Optionen aus. Das Ergebnis wird eine Flut neuer Staatsanleihen sein, die inflationär finanziert werden.

Dann kam das Coronavirus. Die chinesische Wirtschaft ist faktisch zum Stillstand gekommen, was die Hersteller von Waren weltweit durch die Störung ihrer Lieferketten beeinträchtigt. Zusätzlich zu einem wirtschaftlichen Abschwung wird dies zu noch mehr Geldmengeninflation führen.

Silber hat sich unterdurchschnittlich entwickelt, wodurch das Gold-Silber-Verhältnis auf das 88-Fache gestiegen ist. Dies ist unsere nächste Grafik.



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Wenn der Anstieg des Goldpreises eine grundsätzliche Hinwendung zu solidem Geld widerspiegelt, dann sollte das Gold-Silber-Verhältnis eindeutig etwas für die Möglichkeit einpreisen, dass Silber wieder eine monetäre Rolle zukommt. Angesichts der Aussicht auf eine massive Beschleunigung der Geldschöpfung erscheint Silber im Verhältnis zu Gold falsch bewertet. Wenn dem so ist, wird Silber nun vielleicht beginnen, Gold zu übertreffen, sodass sich das Gold-Silber-Verhältnis dem alten bimetallischen Standard von 15 annähert.


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