Marktbericht: Der Kampf der Goldbullen steht bevor

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Wie die obige Grafik zeigt, haben sich die Gold- und Silberpreise die zweite Woche in Folge konsolidiert. Im Verlauf des Vormittagshandels in Europa lag Gold um 3 $ über dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag und notierte bei 1.471 $; Silber legte im selben Zeitraum um 21 Cent auf 17,20 $ zu.

Allerdings befindet sich der Papiermarkt für Gold kurzfristig in einer prekären Lage, wie unsere nächste Grafik zum Open Interest an der Comex und zum Goldpreis zeigt.

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Diese Grafik umfasst die Hausse bei Gold seit vergangenem Mai. Bis zum Höchststand des Marktes im September ging ein steigender Goldpreis erwartungsgemäß weitgehend mit einem wachsenden Open Interest einher. Doch im Verlauf der Preiskonsolidierung der vergangenen drei Monate ist das Open Interest weiter gestiegen und hat Rekordwerte erreicht.

Das ist eindeutig ungewöhnlich und deutet auf extreme Spekulation hin. Wie unsere nächste Grafik zeigt, trifft dies jedoch nicht ganz zu: Die Long-Positionen der Spekulanten sind überkauft, aber nicht übermäßig.

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Eine Untersuchung aller Comex-Positionen lässt keine Extreme erkennen: Alle Händlerkategorien weisen sowohl gesunde Short- als auch Long-Positionen auf. Allein dies sagt uns, dass der Goldbullenmarkt wahrscheinlich quicklebendig ist.

Das Haar in der Suppe ist, dass der Dezember-Kontrakt kommenden Freitag ausläuft und die Zahl der offenen Kontrakte noch immer groß ist. Üblicherweise drücken die Edelmetallbanken, die naturgemäß short sind, den Preis nach unten, um die Stop-Loss-Aufträge der Spekulanten auszulösen. Doch dieses Mal geschieht beim Herunterdrücken des Preises nur eines: Es treten neue Käufer auf den Plan.

Das bringt die Comex in eine schwierige Lage: Über 250.000 Dezember-Kontrakte müssen heute und nächste Woche glattgestellt oder verlängert werden, im Durchschnitt über 41.500 Kontrakte pro Tag. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass bei Gold-Futures an der Comex ein solider zugrunde liegender Aufwärtstrend besteht, was auch die grundlegende Aussage der Rekordwerte beim Open Interest ist.

Damit wird der Zeitpunkt zur entscheidenden Frage. Sobald der Dezember-Kontrakt ausgelaufen ist, verschwindet auch jeder mögliche Überhang, und der Goldpreis kann steigen. Dies war im Dezember 2015 deutlich der Fall und in geringerem Maße im Dezember 2016. Im Dezember 2018 gab es einen Anstieg um 130 $, und im Dezember 2018 einen Anstieg um 125 $ bis in den darauffolgenden Februar. Es gibt also reichlich Belege dafür, dass der Verfall der Dezember-Kontrakte am letzten Handelstag im November für die Bullen ein gutes Omen ist.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe fundamentaler Faktoren, die den Goldpreis bis in die erste Jahreshälfte 2020 steigen lassen könnten:

 

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