
Gold und Silber tendierten diese Woche höher, bis heute beide Metalle massiv unter Druck gerieten. Zum Zeitpunkt der Erstellung lag Gold im Tagesverlauf 14 $ im Minus und Silber 62 Cent tiefer. Es gibt keinen erkennbaren Grund dafür, sodass wir nur annehmen können, dass dahinter Partikularinteressen stehen.
Auf Wochensicht liegt Gold leicht im Plus, etwa 6 $ über dem Schlusskurs vom letzten Freitag bei 1.815 $, während Silber um 35 Cent auf 25,70 $ gefallen ist. Die physische Liquidität in beiden Metallen bleibt knapp. Der Handel an der Comex war moderat, doch das Open Interest im Goldkontrakt steigt, was unsere nächste Grafik zeigt.
Vor drei Wochen erreichte das Open Interest mit 449.729 Kontrakten seinen Tiefpunkt. Es gilt als Indikator für einen überverkauften Markt und eine negative Marktstimmung, von der aus es sich nur erholen konnte. Gold begann, sich aus der Marke von 1.800 $ zu lösen, was für die Comex-Swaps potenziell Schwierigkeiten schafft: Laut den letzten COT-Zahlen (6. Juli – Aktualisierung für den 13. Juli heute Abend fällig) sind sie brutto mit 40 Mrd. $ und netto mit 28 Mrd. $ short. Dies ist unsere nächste Grafik.

Eine ausführlichere Erläuterung der Fragen finden Sie im Goldmoney Insight dieser Woche im Abschnitt „A confusing response from the LBMA“.
Andere Marktfaktoren scheinen auf der Stelle zu treten. Die nächste Grafik zeigt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, die auf ihren 200-Tage-Durchschnitt zurückgefallen ist, eine normale technische Korrektur, bevor mit erneut steigenden Renditen zu rechnen ist.

Der handelsgewichtete Index des Dollars konsolidiert ebenfalls nach einer Rally. Und als Stellvertreter für den Rohstoffkomplex bewegt sich auch der Invesco DB Commodity Tracking Fund seitwärts.

Dies ist natürlich ein positives Umfeld für Edelmetalle. Der einzige Haken, den die Short-Seite mit Sicherheit ausspielen wird, ist, dass mit steigenden Verbraucherpreisen auch steigende Zinsen einhergehen, wodurch das Halten von Gold teurer wird. Das Argument beruht auf keynesianischer Unkenntnis des Geldes, aber es ist die keynesianische Clique, die in Edelmetallen short ist, und sie wird es vermutlich nach Kräften nutzen.
Doch alle Bullenmärkte klettern an einer Mauer der Sorgen empor, und Gold scheint die Hürde von 1.800 $ allmählich zu überwinden. Gelingt dies, werden zahlreiche Hedgefonds-Händler bereitstehen, um auf den haussierenden Zug aufzuspringen.
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Gold und Silber tendierten diese Woche höher, bis heute beide Metalle massiv unter Druck gerieten. Zum Zeitpunkt der Erstellung lag Gold im Tagesverlauf 14 $ im Minus und Silber 62 Cent tiefer. Es gibt keinen erkennbaren Grund dafür, sodass wir nur annehmen können, dass dahinter Partikularinteressen stehen.
Auf Wochensicht liegt Gold leicht im Plus, etwa 6 $ über dem Schlusskurs vom letzten Freitag bei 1.815 $, während Silber um 35 Cent auf 25,70 $ gefallen ist. Die physische Liquidität in beiden Metallen bleibt knapp. Der Handel an der Comex war moderat, doch das Open Interest im Goldkontrakt steigt, was unsere nächste Grafik zeigt.