„When Money Dies“ ist die klassische Darstellung dessen, was geschieht, wenn die Währung eines Landes unwiederbringlich an Wert verliert. Im Jahr 1923, als die Währung praktisch wertlos war (der Wechselkurs im Dezember jenes Jahres betrug einen Dollar zu 4.200.000.000.000 Mark), war die deutsche Republik beinahe auf eine Tauschwirtschaft zurückgeworfen. Teure Zigarren, Kunstwerke und Juwelen wurden regelmäßig gegen Grundnahrungsmittel wie Brot getauscht; eine Kinokarte war für ein Stück Kohle zu haben, eine Flasche Paraffin für ein Seidenhemd. Die Menschen sahen hilflos zu, wie ihre Ersparnisse verschwanden und ihre Angehörigen hungerten. Deutschlands Finanzen versanken im Chaos, gefolgt von schweren sozialen Unruhen.
Geld wird heute möglicherweise nicht mehr in den gewaltigen Mengen von 1923 physisch gedruckt und verteilt. Doch das „Quantitative Easing“, jener moderne Euphemismus für verdeckte Defizitfinanzierung im elektronischen Zeitalter, kann ebenso zu einem Angriff auf die geldpolitische Disziplin werden. Ganz gleich, was der Grund für das Defizit eines Landes ist – Notwendigkeit oder Verschwendung, Unwillen zur Besteuerung oder Blindheit gegenüber den Ausgaben –, es ist verlockend anzunehmen, dass bei einer Verschiebung des Zahltags die wirtschaftliche Erholung rechtzeitig eintritt, um höhere Arbeitslosigkeit oder eine tiefere Rezession zu verhindern. Was aber, wenn sie ausbleibt? Deutschland im Jahr 1923 liefert eine eindringliche, zwingende und ernüchternde Lehre.