Über den Börsencrash selbst sind mehrere Bücher geschrieben worden, doch keines hat sich zuvor mit den Ereignissen befasst, die ihm vorausgingen.
Die 1920er Jahre waren eine Zeit des Wirtschaftswachstums und nicht bloß von Flitter und Rummel. Während des größten Teils dieser Zeit waren die Aktienkurse nicht unangemessen hoch, und der Investitionskapitalismus reifte heran und erlangte seine heutige Macht. Es war das silberne Zeitalter der Wall Street.
Es war auch eine Zeit des Ratenkaufs und des Aktienkaufs auf Kredit (auf Margin), eine Zeit, in der beide Praktiken missbraucht wurden, in der die Wall Street aber nicht schlimmer war als die Main Street. Es war eine Zeit, in der die Regierung keine größeren Schritte unternahm, um Missbräuche und Exzesse zu korrigieren. Die wenigen Entscheidungen der Federal Reserve waren weder rechtzeitig noch klug. Es baute sich ein Dampfdruck auf, für den es kein Sicherheitsventil gab.
Als der große Crash kam, folgte ihm nicht unmittelbar ein wirtschaftlicher Zusammenbruch. Im darauffolgenden Jahr unternahmen Regierung und Wirtschaft nichts Wesentliches, um die Depression zu verhindern, deren Schwere nicht der Wall Street zugeschrieben werden konnte.