In diesem Buch argumentiert Vaclav Smil, dass die Leistungsdichte eine Schlüsselgröße für die Beschaffenheit und Dynamik von Energiesystemen ist. Jedes Verständnis komplexer Energiesysteme muss auf quantitativen Messgrößen vieler grundlegender Variablen beruhen. Die Leistungsdichte – die Rate des Energieflusses pro Flächeneinheit – ist eine wichtige, aber weitgehend übersehene Messgröße. Smil legt die erste systematische, quantitative Bewertung der Leistungsdichte vor und bietet detaillierte Übersichten über die Leistungsdichten erneuerbarer Energieflüsse, fossiler Brennstoffe, der thermischen Stromerzeugung und aller gängigen Energieverwendungen.
Smil zeigt, dass eine sorgfältige Quantifizierung, kritische Bewertungen und aufschlussreiche Vergleiche von Leistungsdichten ein tieferes Verständnis dafür ermöglichen, wie wir Energie gewinnen, umwandeln und nutzen. Eine gewissenhafte Bewertung der Leistungsdichten erweist sich seiner Ansicht nach als besonders aufschlussreich, wenn man das auf fossilen Brennstoffen basierende Energiesystem der Umwandlung erneuerbarer Energien gegenüberstellt.
Smil erläutert, dass sich die moderne Zivilisation als unmittelbarer Ausdruck der hohen Leistungsdichten der Förderung fossiler Brennstoffe entwickelt hat. Er argumentiert, dass der unvermeidliche (und wünschenswerte) Übergang zu neuen Energiesystemen, die auf der Umwandlung erneuerbarer Energiequellen mit geringerer Dichte beruhen, unsere Gesellschaft – die derzeit von Megastädten und konzentrierter industrieller Produktion geprägt ist – zu einer tiefgreifenden räumlichen Umgestaltung ihres Energiesystems zwingen wird.