In der Nikomachischen Ethik untersucht Aristoteles das Wesen des Glücks. Er vertritt die Auffassung, das Glück bestehe in der „Tätigkeit der Seele gemäß der Tugend“, etwa gemäß den sittlichen Tugenden wie Tapferkeit, Großzügigkeit und Gerechtigkeit sowie den intellektuellen Tugenden wie Wissen, Weisheit und Einsicht. Die Ethik behandelt außerdem das Wesen des praktischen Denkens, den Wert und die Gegenstände der Lust, die verschiedenen Formen der Freundschaft sowie das Verhältnis zwischen individueller Tugend, Gesellschaft und Staat. Das Werk des Aristoteles hat das gesamte spätere westliche Denken über ethische Fragen tiefgreifend und nachhaltig beeinflusst.
Die Übersetzung von J. A. K. Thomson wurde von Hugh Tredennick überarbeitet und wird von einer neuen Einleitung von Jonathan Barnes begleitet. Diese Ausgabe enthält außerdem eine aktualisierte Liste weiterführender Literatur und eine neue Zeittafel zu Leben und Werk des Aristoteles.