Eine Geschichte des Geld- und Bankwesens in den Vereinigten Staaten: Murray N. Rothbard – 2002

Das 2002 erschienene Werk A History of Money and Banking in the United States wurde vom Ökonomen der Österreichischen Schule Murray N. Rothbard verfasst. Das Buch ist eine allumfassende und gründliche Analyse des Geld- und Bankwesens in den Vereinigten Staaten und seiner Entwicklung von der Kolonialzeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Rothbard beschreibt die drei Zentralbanken in der Geschichte der USA: die Erste und die Zweite Bank sowie das heutige Federal-Reserve-System. Er stellt historische Persönlichkeiten und Ereignisse vor und zeigt, wie das Geld Amerika in dieser Zeit geprägt hat, wie die maßgeblichen Akteure das Geldsystem formten und welche Beweggründe sie hatten. Ausgehend von sehr frühen Bankorganisationen zeigt Rothbard die großen Unterschiede zwischen diesen (etwa dem Suffolk-System) und den heute verwendeten Systemen.

Diese fesselnde Lektüre enthält eine ausführliche und umfassende Analyse mit faszinierenden technischen Informationen für alle Ökonomen. Rothbard legt fundierte und überzeugende Argumente vor. Das Buch zieht zudem aufschlussreiche Parallelen zur Gegenwart und zeigt, dass die Finanzkrise weder beispiellos noch ungewöhnlich ist. Indem Rothbard die Politik mit einbezieht, zeichnet er ein interessantes Bild der politischen Lage in Amerika, in der die gegnerischen Kräfte der Häuser Rockefeller und Morgan vom Beginn der 1910er-Jahre bis zum Zweiten Weltkrieg die zentralen Akteure waren.

Die in diesem Buch erzählte Geschichte gibt einen aufschlussreichen Einblick, wie die heutige Wirtschaft an ihren jetzigen Punkt gelangt ist. Es enthält alles, was man je über die Geschichte und das Bankwesen der USA wissen wollte, und darüber, wie beides die Menschen beeinflusst hat. A History of Money and Banking in the United States ist eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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