Die Zahlungsanweisung in Antike und Mittelalter: Benjamin Geva – 2011

The Payment Order of Antiquity and the Middle Ages wurde von dem Rechtsprofessor Benjamin Geva verfasst. Geva führt den Leser durch eine tiefgehende, umfassende und sorgfältig gegliederte rechtliche Untersuchung des Zahlungsverkehrs.

Die Entwicklung des Geldes im Lauf der Geschichte wird anhand der Entwicklungen im antiken Griechenland und Mesopotamien, in Rom, Ägypten und im mittelalterlichen Europa nachgezeichnet.

Bei der Untersuchung sehr unterschiedlicher Lehren und Rechtssysteme im Zusammenhang mit Forderungsabtretungen, Verpflichtungen, Einlagen und Wertpapieren wird für die sich wandelnden Rechtsgrundsätze ein gemeinsamer Nenner herausgearbeitet. Geva zeigt, dass diese sich gegenseitig bedingen können.

Das Buch untersucht die Entwicklung der Rechtsgrundsätze, die zusammen mit Veränderungen im Bankwesen und in den Rahmenbedingungen eine Neudefinition des Begriffs „Law Merchant“ (Kaufmannsrecht) nahelegt. Im Zuge der Entwicklung des Zahlungsrechts blieb dieses eigenständig und ausschließlich auf Geldüberweisungen anwendbar.

Geva weist darauf hin, dass bargeldlose Zahlungssysteme in Zukunft durch das Einlagengeschäft der Banken und neue Technologien an Bedeutung gewinnen könnten. In einer ausgewogenen Argumentation mahnt Geva zugleich zur gebotenen Vorsicht im Umgang mit Technologie und vertritt die Auffassung, dass sich die Rechtslehre auch künftigen Entwicklungen der Zahlungsstrukturen weiter anpassen werde.

In einer sehr detaillierten und lehrreichen Untersuchung ist Gevas The Payment Order of Antiquity and the Middle Ages Bankern und Juristen sehr zu empfehlen, die von Gevas Hingabe an das Studium dieses Rechtsgebiets profitieren können.

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