Ludwig von Mises’ „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“ (englisch: The Theory of Money and Credit), erstmals 1912 veröffentlicht, gilt bis heute als eine der einflussreichsten und umstrittensten Abhandlungen der Wirtschaftstheorie. Mit seiner Untersuchung der Geldtheorie veränderte von Mises die Welt des ökonomischen Denkens nachhaltig, indem es ihm gelang, die „Makroökonomie“ in die „Mikroökonomie“ zu integrieren – eine Aufgabe, die zuvor als unlösbar galt –, und indem er zudem Erklärungen zu Ursprung, Wert und Zukunft des Geldes lieferte.
Hundert Jahre später werden von Mises und die Österreichische Schule der Wirtschaftstheorie von Ökonomen weltweit noch immer heftig diskutiert, während sie nach einer Lösung für die gegenwärtige Finanzkrise der Vereinigten Staaten suchen. Seine Theoreme inspirieren weiterhin Politiker und Marktexperten, die den einfachen Bürger stärken und die finanzielle Macht der Regierungen verringern wollen.