Between Debt and the Devil: Adair Turner – 2015

Die Finanzkrise von 2008 hat ein neues Denken über die Wirtschaft angestoßen, und in Between Debt and the Devil argumentiert Adair Turner, die Krise sei eine direkte Folge unserer Abhängigkeit von privaten Schulden gewesen. Er vertritt die Auffassung, dass der Großteil der Kredite für das Wirtschaftswachstum nicht notwendig ist; vielmehr führten Schulden zu Finanzkrisen und Depressionen.

„Dieses Wachstum löste kaum Alarmsignale aus. Die meisten Ökonomen, Finanzaufseher und Zentralbanken waren überzeugt, dass mehr Finanzaktivität und Innovation überaus vorteilhaft seien. Vollständigere und liquidere Märkte, so die zuversichtliche Behauptung, sorgten für eine effizientere Kapitalallokation und förderten eine höhere Produktivität. Finanzinnovationen erleichterten es, Haushalten und Unternehmen Kredite zur Verfügung zu stellen, und ermöglichten so ein schnelleres Wirtschaftswachstum. Empirische Studien legten nahe, dass die „finanzielle Vertiefung“ – ein Anstieg der Verschuldung des Privatsektors in Prozent des BIP – die Volkswirtschaften effizienter mache. Ausgefeiltere Risikokontrollsysteme stellten unterdessen sicher, dass Komplexität nicht zulasten der Stabilität ging, und man glaubte, dass neue Systeme zur Vergabe und Verteilung von Krediten, statt sie in den Bankbilanzen zu halten, die Risiken in die Hände derjenigen streuten, die am besten in der Lage seien, damit umzugehen.“

Anregend und umfassend recherchiert: Between Debt and the Devil ist ideal für alle, die mehr über die tieferen Ursachen von Instabilität und das Zusammenspiel von Schulden und Wirtschaft erfahren möchten.

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