Konsolidierung des Anstiegs um 100 $

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Nachdem Gold nun das Niveau von 1.800 $ herausfordert, hat es diese Woche den Anstieg um 100 $ vom Tief bei 1.680 $ am 21. Juli konsolidiert. Im europäischen Handel heute Morgen lag Gold bei 1.789 $, das sind 14 $ mehr als zum Schlusskurs am vergangenen Freitag. Die Handelsvolumina an der Comex waren moderat. Silber notierte bei 20,28 $ und legte auf Wochensicht um 40 Cent zu.

Unsere nächste Grafik zeigt, wie entscheidend die Marke von 1.800 $ für Gold ist. Der 55-Tage-Durchschnitt liegt bei 1.790 $, der 12-Monats-Durchschnitt bei 1.830 $. Gold muss diese letztere Marke überzeugend überwinden, bevor die technischen Analysten klar zu einer positiven Einschätzung gelangen. Bislang sieht das Chartbild jedoch positiv aus.

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Das Problem für Hedgefonds-Händler besteht darin, dass der handelsgewichtete Index des Dollars aufgrund der Schwäche von Euro, Yen und Pfund gestiegen ist. Sie interessieren sich vor allem für Währungskreuze. Zwar hat der handelsgewichtete Dollar-Index im Zuge einer allgemeinen Konsolidierung nachgegeben, da der Anstieg bei Rohstoffen und Anleiherenditen den schwächeren Währungen zugutekam, doch wirkt dies wie eine Pause in dieser Baisse-Phase für Nicht-US-Dollar-Währungen.

Während die Händler bei den Dollar-Preisen zögern, schneidet Gold in den anderen wichtigen Währungen nicht schlecht ab, wie unsere nächste Grafik zeigt.

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Seit Beginn der aktuellen Hausse bei Gold ist es in Dollar um 69 % gestiegen, in Pfund jedoch um 109 %, während die Preise in Euro und Yen um 80 % beziehungsweise 86 % zugelegt haben. Angesichts der unruhigen Ruhe an den Devisenmärkten sind die bisherigen Kursgewinne des Goldes nachvollziehbar. 

Wenn wir diese Grafik umdrehen, um den Wertverlust dieser Währungen gegenüber Gold abzubilden, ergibt sich aus dieser Argumentation eine wirtschaftlich aussagekräftigere Perspektive.

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Wir erkennen nun die Folgen der Geldmengenausweitung und wie sie die Kaufkraft untergraben hat. Man sollte sich daran erinnern, dass entgegen der Auffassung des Anlage-Establishments das gesetzliche Geld, im Unterschied zum Fiat-Kredit, die Goldmünze ist und immer war. Gold ist der einzige gültige Maßstab für die Kaufkraft einer Währung. Und nun sehen wir, dass das Pfund mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt hat, der Yen 46 %, der Euro 44 % und der Dollar 40 %.

Wo also liegt die Volatilität? Eindeutig bei den Fiat-Währungen, nicht bei Gold.

Das Gold-Silber-Verhältnis ist von seinem jüngsten Höchststand von 93 deutlich auf 88 gesunken. Das zeigt unsere nächste Grafik. 

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Als Faustregel gilt: Wir können erwarten, dass Silber fast doppelt so volatil ist wie der Goldpreis. Wenn Gold die Hürde von 1.800 $ nimmt, dürfte Silber zurück zum Niveau von 30 $ laufen, vorausgesetzt, Gold nimmt sein früheres Hoch von 2.070 $ in Angriff.

In seinem Schreiben für die Credit Suisse vom 1. August berichtete Zoltan Pozsar, er habe in der letzten Juliwoche 150 Kunden in acht europäischen Hauptstädten besucht, und die überwältigende Meinung sei gewesen, dass die Inflation kurz vor ihrem Höhepunkt stehe und wir den Gipfel der restriktiven Haltung erreicht hätten. Mit anderen Worten: Diese Gruppe setzt voll auf niedrigere Zinsen in naher Zukunft, die ihren Long-Positionen zu Hilfe kommen sollen.

Vielleicht deutet ein möglicher Ausbruch bei Gold genau darauf hin. Die Risiken bleiben inflationär, möglicherweise zugleich auch rezessiv.

 

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