Kann Bitcoin als Geld fungieren?

Seit dem 24. Januar ist Bitcoin um 65 % gestiegen, Gold legte in US-Dollar gerechnet um etwa 7 % zu. Bevor Gold seinen derzeitigen erfolgreichen, aber vergleichsweise bescheidenen Sprung auf neue Höchststände begann, haben Hedgefonds und andere Anleger zweifellos ihre Comex-Goldkontrakte verkauft und stattdessen Bitcoin-ETFs gekauft. Die Zulassung von Bitcoin-ETFs machte eine regulierte Anlage möglich. Und angezogen von der begrenzten Menge, ging eine Anlegergruppe zum Angriff über.

Dies wirft erneut die oft diskutierte Frage auf, ob BTC zu Geld werden wird, was das letzte Argument seiner Befürworter ist. Zur Klarstellung: Ich gehe dieses Thema nicht als Goldbug an, der auf einem altmodischen Argument beharrt. Zur Verteidigung von Bitcoin sagte Colonel Macgregor in einem kürzlichen Interview, Macleod habe als Goldbug ein Eigeninteresse. Ich mag ein Goldbug sein, doch das bedeutet nicht, dass ich es aus Voreingenommenheit bin. Ich versuche, alle Fragen objektiv zu betrachten, und so untersuche ich auch Bitcoin, weder mit einer Voreingenommenheit dagegen noch dafür. Es gibt jedoch einige Faktoren, die Anleger berücksichtigen sollten, und darum geht es in diesem Beitrag.

Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf die Korrelation zwischen BTC und US-Technologiewerten lenken, die in der folgenden Grafik dargestellt ist.

Eine Grafik von Aktienkursen

Automatisch erstellte Beschreibung mit mittlerer Zuverlässigkeit

Ich habe den Technologieindex erstellt, indem ich die Wochenschlusskurse von sieben Large-Cap-Aktien genommen, sie alle am 24. Februar 2020 auf 100 umbasiert und anschließend das arithmetische Mittel aller Werte gebildet habe. Es handelt sich somit um einen reinen Kursindex und nicht um einen nach Marktkapitalisierung gewichteten Ansatz. Dieser wird dann mit dem ebenfalls umbasierten Wochenschlusskurs von Bitcoin (BTC) verglichen. Da Bitcoin eine weitaus höhere Volatilität aufweist als selbst die Technologiewerte, habe ich beide auf unterschiedlichen Achsen dargestellt, um den visuellen Vergleich zu erleichtern. Die derzeitigen Haussephasen sowohl bei Technologieaktien als auch bei Bitcoin begannen zum selben Zeitpunkt.

Das Ergebnis ist auffällig. Bis Anfang November 2021 war die Korrelation lose, obwohl sich beide in Haussephasen befanden. Bemerkenswerterweise endeten die Haussephasen jedoch gleichzeitig, und es folgte eine Baissephase, bis beide Märkte ein Jahr später, im November 2022, ihren Tiefpunkt erreichten. Die Korrelation in dieser Korrektur war dann deutlich enger, ebenso in der anschließenden Haussephase, insbesondere in den letzten Monaten.

Dies wirft die Frage auf: Ist Bitcoin als neue Form von Geld zu betrachten, die der Entwertung staatlicher Währungen entkommt, oder fungiert es lediglich als Anlage- oder Spekulationsersatz für Technologieaktien? Das ist wichtig, denn viele Hodler[i] argumentieren, die Technologieblase werde durch „Gelddrucken“ befeuert, genau das Übel, das ihr Hodeln rechtfertige. Tatsächlich jedoch scheinen sie mit ihrem Handeln Gewinnen hinterherzujagen, als spekulierten sie auf momentumgetriebene Technologieaktien, anstatt sich wirklich gegen Papierwährungen abzusichern.

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[i] Für alle, die den Begriff nicht kennen: Ein Hodler ist ein Besitzer von Bitcoin. Der Begriff entstand durch einen Schreibfehler und hat sich seither gehalten.

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