Greg Hunter von USAWatchdog interviewt James Turk zu den aktuellen Entwicklungen an den Gold- und Silbermärkten. James argumentiert, dass das derzeitige Missverhältnis zwischen der starken Nachfrage am physischen Markt und dem anhaltenden Verkaufsdruck bei Papiergold und Derivaten zu höheren Gold- und Silberpreisen führen wird, da die grundlegenden Faktoren, die für die Kursgewinne von Gold in den vergangenen 12 Jahren verantwortlich waren, weiterhin fest bestehen.
James sagt: „Die Probleme, mit denen wir in den vergangenen Jahren konfrontiert waren, sind nicht verschwunden … Die Regierungen haben Zeit gekauft, aber sie finden keine Lösungen.“ Er vermutet außerdem, dass weitere „Bail-ins“ und staatliche Bankenrettungen bevorstehen, da viele dieser Institute weiterhin übermäßig verschuldet und für systemische Risiken sehr anfällig seien. Ein weiteres „Lehman-Ereignis“ oder ein „Zypern-Vorfall“ bleibe eine deutliche Möglichkeit.
James sieht die jüngste Kursentwicklung bei Gold und Silber als ähnlich zu der im Sommer und Herbst 2008: Damals trieben Liquiditätssorgen und Bankenpleiten den US-Dollar nach oben und die Metallpreise nach unten (wenn auch nicht so tief wie viele andere Anlagen). In den darauffolgenden Monaten und Jahren verzeichneten Gold und Silber jedoch erhebliche Gewinne, als Händler und Anleger auf die Flut der quantitativen Lockerung der Zentralbanken reagierten. Der Zeitraum 2013–16 könnte für Gold- und Silberbesitzer ebenso ertragreich sein wie der Zeitraum 2008–2011.