Wie der GoldMoney-Gründer James Turk in einem Interview mit dem deutschen Finanzblog wirtschaftsfacts.de sagte, haben sich die Edelmetalle im andauernden internationalen Abwertungswettlauf der Währungen als eindeutiger Gewinner erwiesen.
Die Leitlinien der politischen Entscheidungsträger wie auch der Zentralbanken führten zur Zerstörung der Mittelschicht und ganzer Volkswirtschaften in den westlichen Industrieländern. Das fortwährende Gelddrucken sei kein Allheilmittel für eine Weltwirtschaft, die unter gewaltigen strukturellen Problemen leide. In diesem Zusammenhang erweise sich die ökonomische Theorie der Defizitfinanzierung von John Maynard Keynes zunehmend als nutzlos, doch es gebe bislang keine Anzeichen dafür, dass die politischen Entscheidungsträger dies erkannt hätten. Tatsächlich sei eine Kehrtwende um 180 Grad erforderlich, zu der insbesondere gehöre, Papierwährungen wieder in Gold und Silber umzuwandeln.
Der weltweit geführte Währungskrieg kenne nur einen Gewinner: die Edelmetalle. Solange frei konvertierbare Papierwährungen, die durch nichts gedeckt sind, ohne jede Kontrolle gegeneinander auf- und abgewertet werden können, würden allein die Edelmetalle gegenüber den Fiat-Währungen an Wert gewinnen. Im derzeitigen Nullzinsumfeld empfiehlt Herr Turk seinen Anlegern, nahezu ihr gesamtes Kapital in Edelmetallen zu halten.
Die politischen Entscheidungsträger seien im Begriff, die Kaufkraft ihrer Währungen massiv zu zerstören. Insbesondere Privatanleger sollten ihre Anlageentscheidungen nicht allein von der täglichen Preisentwicklung bei Gold und Silber abhängig machen. In Zeiten eines wachsenden Risikos eines Zusammenbruchs der Papierwährungen sollte man über den realen Wert von Edelmetallen oder anderen Sachwerten nachdenken. Benötige jemand Liquidität in Form von Euro oder US-Dollar, könne er einfach einen Teil seiner physisch gehaltenen Edelmetalle verkaufen.
Nach Ansicht von Herrn Turk haben die Regierungen wie auch die Zentralbanken die Kontrolle über das System längst verloren. Die Folge sei, dass sich jeder auf das Schlimmste vorbereiten sollte. Wer während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren gut vorbereitet gewesen sei, habe die Krise überstanden. Die gegenwärtige Lage werde sich ähnlich entwickeln, doch Herr Turk fügte hinzu, dass die heutige wirtschaftliche Situation bei Weitem schlimmer sei als während der Weltwirtschaftskrise.
Darüber hinaus erwies er sich als Kritiker der ökonomischen Theorien von John Maynard Keynes. Laut Herrn Turk folgten sehr viele Ökonomen und Nobelpreisträger diesen Theorien, die in eine Sackgasse führten, nahezu blind, ohne über die Folgen der ergriffenen Maßnahmen nachzudenken. Es werde immer deutlicher, dass die Anhänger dieser Theorien die Welt in völliges Chaos zu stürzen drohten. Auf die Frage, ob er in den kommenden Jahren eher eine Deflation oder eine Inflation sehe, erklärte er, er glaube eindeutig an eine Inflation. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und sagte, er rechne mit dem Ausbruch einer Hyperinflation, zumindest auf US-Dollar-Basis. Sollte es den Regierungen weltweit nicht endlich gelingen, den Kurs zu ändern, würden sie ihre Länder direkt in den Bankrott führen. Welcher Dominostein nach Island, Dubai oder Griechenland als Nächster fällt, bleibe abzuwarten.