Jackson Hole rückt näher

Ein Diagramm zu Gold und Silber

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Gold und Silber erholten sich von den Tiefstständen der Vorwoche, wobei der Handel bei Gold an der Comex ruhig, bei Silber jedoch lebhafter war. In Europa lag Gold heute Morgen bei 1.916 US-Dollar, 27 US-Dollar über dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag, und Silber lag mit einem Plus von 1,30 US-Dollar bei 24,14 US-Dollar.

Gold hat sich im gesamten August bemerkenswert ruhig entwickelt, wie die untenstehende Momentaufnahme von der Comex-Website zeigt.

Eine Grafik einer Grafik einer Person

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Es scheint, dass dieser geringe Umsatz mit der Ferienzeit zusammenhängt. Versuche der Short-Verkäufer, den Goldpreis noch unter die Tiefststände der letzten Woche zu drücken, sind ausgeblieben. Der letzte Handelstag für die September-Optionen ist Montag. Das offene Interesse an Calls unterhalb von 1.930 US-Dollar, wo 2.298 Calls ausstehen, ist jedoch nicht wesentlich (abgesehen von einer großen Call-Position über 5.059 Kontrakte bei 1.850 US-Dollar).

Wir können einen Angriff der Bären im weiteren Verlauf des heutigen Tages nach der Eröffnung in New York nicht ausschließen, der den Preis möglicherweise sogar unter 1.850 US-Dollar drücken könnte, um diese Call-Kontrakte auszuschalten. Möglicherweise wird der Auslöser die Rede von Jay Powell in Jackson Hole sein, falls er sich restriktiv äußert. Es besteht kein Zweifel, dass Dollar- und Anleihe-Bären im Vorfeld dieser Veranstaltung ihre Short-Positionen geschlossen haben, wie die nächsten beiden Grafiken zeigen.

Screenshot eines Diagramms

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Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe erreichte am Montag mit 4,365 % ihren Höchststand, fiel gestern (Donnerstag) auf unter 4,2 % und stieg heute Morgen leicht an. Der handelsgewichtete Dollar-Index setzte seine jüngste Erholung fort und legte in dieser Woche um über 1 % zu.

Die Schließung dieser Bärenpositionen deutet darauf hin, dass die Abwärtstrends sowohl beim Dollar als auch bei den Kursen der US-Staatsanleihen nach Jackson Hole wahrscheinlich wieder aufgenommen werden, sofern Powell nichts Außergewöhnliches sagt. Wird seine Rede jedoch als expansiv (dovish) aufgefasst, dürfte dies für Gold sehr positiv sein. Und falls sie restriktiv (hawkish) ausfällt, wird jener Preisrückgang wahrscheinlich, mit dem am Montag möglichst viele Call-Optionen wertlos gemacht würden.

Dies war auch die Woche des BRICS-Gipfels, auf dem bekannt gegeben wurde, dass die Gruppe im Januar um Saudi-Arabien, den Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Äthiopien und Argentinien erweitert wird. Abgesehen von einer kurzen Bemerkung von Präsident Lula über eine neue Währung für die Handelsabwicklung wurde zu diesem Thema nichts weiter konkret. Und das trotz der klaren Weichenstellung Russlands in Richtung einer goldgedeckten Handelswährung. Was hat es also von der Tagesordnung verdrängt?

Man vermutet, dass es China war, das unter einer Krise im Immobiliensektor und bei den gebündelten Vermögensverwaltungsprodukten leidet, zusätzlich zu einem rückläufigen Trend bei den chinesischen Exporten. Angesichts dieser Unsicherheiten dürfte China daran gelegen sein, dass die Nachfrage nach dem Yuan für die Handelsabwicklung anhält, um Kapitalabflüssen entgegenzuwirken. Zudem neigt China instinktiv eher zu einer schrittweisen Weiterentwicklung der Politik als zu einer Revolution, die eher der Mentalität Russlands entspricht.

Die Fiat-Welt hat somit einen Hospital Pass erhalten, also einen Pass in eine gefährliche Lage. Unterdessen steckt Silber mitten in einem Short Squeeze und ist gegenüber seinem Tiefpunkt vor zehn Tagen um fast 2 US-Dollar gestiegen. Übrigens hat ein aufmerksamer Leser meiner Marktberichte auf einen Fehler in der Grafik der vergangenen Woche zu den Netto-Long-Positionen in der Comex-Silberkategorie „Non-Reported“ hingewiesen. Der Fehler zeigt die Gefahren von Excel-Tabellen. Die korrigierte Grafik finden Sie unten.

Ein Diagramm mit einer Reihe blauer Linien

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