Die unerwartete Verbesserung der US-Wirtschaftslage hat die Goldpreise in den vergangenen sieben Tagen belastet. Die überraschende Meldung, dass die Arbeitslosigkeit um 34.000 gesunken ist, veranlasste Käufer, sich von sicheren Anlagen abzuwenden.
Der späte Umschwung folgte auf eine relativ stabile Woche für den Goldpreis, und das trotz der anhaltenden Unsicherheit über die griechischen Schuldengespräche, den weiteren Verbleib des Landes im Euro und die scharfe Rhetorik europäischer Politiker.
Laut Kelly-Ann Kearsey, Dealing Manager bei GoldMoney, „lag Gold die meiste Zeit der Woche über der psychologisch wichtigen Marke von 1.200 US-Dollar. Die zwei entscheidenden Faktoren für den späteren Teil der Woche waren jedoch das Signal der US-Notenbank Federal Reserve zu einer Zinserhöhung im Juni, der ersten seit 2006, sowie die Arbeitsmarktzahlen aus den USA.
Die unerwartet gute Entwicklung glich die enttäuschenden US-Wachstumszahlen für das erste Quartal 2015 mehr als aus. Dort lag das aufs Jahr hochgerechnete Wachstum bei 0,2 % nach 2,2 % im Vorquartal.
In den kommenden Tagen erwarten wir, dass die Spannung hinsichtlich der Lage Griechenlands zunimmt, da am 12. Mai eine weitere Rückzahlung an den IWF fällig wird. Und selbstverständlich nehmen auch die Spekulationen über die britische Wahl weiter zu. Nach einem nicht eindeutigen Ergebnis könnten sich die Verhandlungen in die Länge ziehen, was für gewisse Unsicherheit sorgen würde.“
Insgesamt gab es in dieser Woche Nettokäufe bei Gold, Platin und Palladium, während Silber verkauft wurde.
Die geografischen Trends setzen sich fort: Es gab Verkäufe aus Tresoren in Großbritannien und der Schweiz sowie Käufe in den Tresor von GoldMoney in Singapur.

Preisentwicklung im Wochenvergleich
30.04.15, 16:00 Uhr. Gold fiel um 0,4 % auf 1.181,88 $, Silber sank um 2,4 % auf 15,99 $, Platin verlor 1,7 % auf 1.137,50 $ und Palladium gab um 0,6 % auf 770,47 $ nach.
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