Gold steigt im 12. Jahr in Folge

Im zwölften Jahr in Folge ist der Goldpreis in US-Dollar im Jahr 2012 gestiegen.

Gold legte um 7,0 % zu, sodass der arithmetische Durchschnitt der jährlichen Wertsteigerung der letzten 12 Jahre, gemessen in US-Dollar, 16,8 % beträgt.

Gold stieg 2012 auch gegenüber allen acht anderen wichtigen Weltwährungen, die in der folgenden Tabelle aufgeführt sind. Auch gegenüber diesen Währungen wertet Gold im Durchschnitt mit zweistelligen Jahresraten auf.

Goldpreis: Veränderung in %

Diese jährlichen Wertsteigerungen sind beeindruckend, doch wir müssen sie richtig einordnen. Gold schafft hier keinen Wohlstand mit zweistelligen Raten. Gold ist keine Geldanlage im Sinne einer Investition. Es kann gar keine sein, da es keinen Cashflow erzeugt. Gold ist ein ertragloser Vermögenswert. Es ist Geld, und Geld erwirtschaftet keine Rendite, sofern man es nicht verleiht, einlegt oder investiert. Geld erwirtschaftet keine Rendite, wenn es sicher verwahrt wird.

Wenn der Goldpreis steigt, wird also Vermögen, das aus der harten Arbeit der Menschen entstanden ist und von ihnen als Kaufkraft in einer nationalen Währung gehalten wird, einfach von diesen unglücklichen Menschen auf all jene übertragen, die Gold besitzen. Mit anderen Worten: Ihr Vermögen (ihre Kaufkraft) wandert von den nationalen Währungen, die sie halten, zum Gold, und dies geschah in den vergangenen 12 Jahren im Durchschnitt mit zweistelligen Jahresraten.

Ich wiederhole hier erneut meinen Kommentar aus früheren Jahresrückblicken, der den Grund für den Besitz von Gold klar erläutert:

„Solange Regierungen und Zentralbanker eine Politik verfolgen, welche die Kaufkraft der von ihnen verwalteten Währung aushöhlt, wird Gold gegen diese Währung zu einem immer höheren Preis getauscht werden.

Es ist wichtig zu erkennen, dass alle nationalen Währungen aufgrund staatlicher Anordnung (Fiat), d. h. durch Zwang, im Umlauf sind. Regierungen nutzen Annahmezwang und andere Zwangsmittel, um die nationale Währung im Umlauf zu halten. Weil ihre Kaufkraft ausgehöhlt wird, erfüllen nationale Währungen nicht mehr die Ziele und Bedürfnisse, denen eine Währung gerecht werden sollte.

Gold ist das Numéraire – der Maßstab –, das zeigt, wie schlecht nationale Währungen verwaltet werden. Solange sich die Regierungspolitik nicht ändert – und dafür sehe ich keine Aussicht –, wird der Goldpreis daher weiter steigen.

Folglich ist es nach wie vor sinnvoll, bei der Strategie zu bleiben, die wir das gesamte letzte Jahrzehnt verfolgt haben. Bauen Sie Ihren Goldbestand weiter mit einem stetigen Durchschnittskostenplan auf. Machen Sie Goldkäufe zu einem Teil Ihres regelmäßigen Budgets und betrachten Sie Gold als Ihre Ersparnisse. Wie ich schon oft gesagt habe – was sich aber immer zu wiederholen lohnt, um die zugrunde liegende Logik dieses Goldsparplans zu verstehen –: Sparen ist immer gut, besonders wenn es um solides Geld geht. Diese Schlussfolgerung ergibt sich eindeutig aus der obigen Tabelle.“

Auch der Silberpreis stieg 2012, gemessen in denselben wichtigen Währungen. Die Preissteigerung von Silber zeigt die folgende Tabelle.

Silber – Veränderung

Silber weist in allen neun Währungen höhere durchschnittliche jährliche Wertsteigerungen auf als Gold. Das höhere Risiko des Silberbesitzes, erkennbar an der größeren Volatilität, hat also wie zu erwarten zu einer stärkeren Wertsteigerung geführt als bei Gold – höheres Risiko sollte eine höhere Wertsteigerung nach sich ziehen. Daher passt auch Silber gut in einen langfristigen Sparplan, wenn Sie bereit sind, die damit verbundene Volatilität zu akzeptieren.

Vor einem Jahr erlebten Gold und Silber zum Ende des Jahres 2011 einen drastischen Stimmungseinbruch. Das vergangene Jahr endete genauso, doch die Aussichten für die Währungen der Welt verbessern sich nicht. Nationale Währungen sind keine tragfähige Alternative, um Geld zu sparen oder den eigenen Liquiditätsbedarf zu decken. Das Argument für den Besitz von physischem Gold und Silber ist daher weiterhin so stark wie eh und je.

Abschließend sollten wir davon ausgehen, dass Gold und Silber 2013 beide wieder an Wert gewinnen werden. Schließlich verfolgen Regierungen und Zentralbanken weiterhin dieselbe Politik, die seit einem Jahrzehnt die Kaufkraft nationaler Währungen zerstört. Und die miteinander verflochtenen Krisen der Staatsverschuldung und der Zahlungsunfähigkeit von Banken bleiben eine eiternde Wunde im globalen Finanzsystem, die den Wert und die Verwendbarkeit nationaler Währungen zusätzlich bedroht. Der Besitz von physischem Gold und physischem Silber ermöglicht es Ihnen, Vermögen außerhalb des globalen Bankensystems zu halten. Das ist seit Jahren ein wesentliches Ziel für jedermann und bleibt es auch heute.

Das weltweite Experiment mit Papierwährungen ist nun vier Jahrzehnte alt und scheitert. Es wird unweigerlich enden wie alle früheren Experimente der Geschichte mit Papiergeld: schlecht. Wichtig ist: Aus der Währungsgeschichte ebenso wie aus der Logik wissen wir, dass physisches Gold und Silber Ihr Vermögen in diesen turbulenten Zeiten bewahren werden.

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