„Wir hatten immer eine Position in Gold. Wenn man an die größten Zentralbanken der Welt denkt, so sind sie alle zu einer Ideologie des unbegrenzten Gelddruckens übergegangen. Geldpolitik ist zufällig das einzige Spiel in der Stadt. Ich bin ratlos, warum Gold so niedrig steht. Ich habe keine überzeugende Antwort für Sie, außer dass Sie eine Position halten sollten.“
So sagt es Kyle Bass von Hayman Capital. Gold hatte gestern einen ordentlichen Tag und legte um etwa 20 US-Dollar zu. Das gelbe Metall muss über 1.600 US-Dollar steigen, wenn es nennenswerten Kaufimpuls geben soll. Silber kletterte im Zuge der Goldgewinne wieder über 28 US-Dollar, wobei 30 US-Dollar für die Bullen eine härtere Widerstandsmarke darstellen. Bei beiden Metallen dominiert jedoch weiterhin die Haltung, Kursanstiege zum Verkaufen zu nutzen.
Der Yen sorgt am Devisenmarkt für Unruhe: Der US-Dollar notiert nahe seinem höchsten Stand gegenüber dem Yen seit Mai 2009, nachdem die Bank of Japan in der vergangenen Woche ihre „Bazooka“ abgefeuert hat, um die japanische Wirtschaft anzukurbeln. Der Handel mit japanischen Staatsanleihen (Japanese Government Bonds, JGBs) wurde heute sogar ausgesetzt, da die Kurse stark fielen – verständlicherweise wollen Anleger sich keinem schwächeren Yen aussetzen. Die FT (Abonnement erforderlich) stellt fest, dass der Anleihemarkt des Landes hinsichtlich der Volatilität inzwischen nur noch hinter Griechenland liegt.
Die großen Währungen werden der Reihe nach abgewertet: Das Pfund Sterling verzeichnete 2008 starke Verluste, 2009 folgten der japanische Yen und der US-Dollar (die bevorzugten „sicheren Häfen“ während der Krise 2008), 2010 und 2011 war der Euro der auffällige Verlierer, und im vergangenen Jahr bildete erneut der Yen das Schlusslicht. Wenn die vergangenen Jahre ein Maßstab sind, steht als Nächstes das Pfund Sterling auf der Abwertungs-Tanzkarte, gefolgt vom US-Dollar.