Von allen Gefahren, die das globale Finanzsystem bedrohen, ist die Schuldenfalle der US-Regierung diejenige, die es am ehesten zu Fall bringen dürfte. Dieser Artikel erklärt, wie und warum sie unausweichlich wird.
Nach Angaben der US-Regierung belaufen sich ihre Schulden auf 35,210 Billionen US-Dollar; in den letzten fünf Jahren sind sie um 57 % gestiegen. Wie die nachstehende Grafik zeigt, gab es Anfang 2020 aufgrund von Covid einen sprunghaften Anstieg. Spätere Versuche, das Defizit und damit die Verschuldung zu begrenzen, blieben jedoch aus.

Dieser Artikel befasst sich mit der Schuldenfalle des Dollars. Obwohl sie die größte Bedrohung für das gesamte auf Fiatwährungen beruhende Geldsystem darstellt, hat sie in den Finanzmedien und bei Anlagekommentatoren wenig Beachtung gefunden. Zudem sind die Mechanismen einer Schuldenfalle kaum verstanden. Das Thema ist aktuell: Denn während sich die US-Wirtschaft Anzeichen zufolge abschwächt und bislang verlässliche Rezessionsindikatoren wie die Sahm-Regel ausgelöst wurden, besteht die keynesianische Antwort darin, dass der Staat seine Ausgaben erhöht, um die Wirtschaft zu stützen.
Die Schuldenquote der US-Regierung im Verhältnis zum BIP liegt bereits bei 130 % und damit auf einem Rekordstand. Nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte sie einen Höchststand von 119 % und fiel bis 1974 auf 31 %. Dass der Höchststand von 1946 nun durch übermäßige Ausgaben in Friedenszeiten übertroffen wird, bleibt weitgehend unbeachtet.
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