Fiat-Geldmenge erreicht neuen Rekordstand

Den jüngsten Monatszahlen der St. Louis Fed zum 1. Oktober zufolge stieg die FMQ im September um 227 Mrd. US-Dollar auf 12.176 Mrd. US-Dollar. Damit liegt sie um 4.819 Mrd. US-Dollar bzw. 65 % über dem langfristigen exponentiellen Trend, der sich zwischen 1960 und Juli 2008, dem Monat vor der Lehman-Krise, herausgebildet hat. Die überarbeitete Grafik sehen Sie unten.

FMQ-Grafik 1 181113  FMQ-Grafik 2 181113

QE3 läuft mit 85 Mrd. US-Dollar und erhöht die FMQ unmittelbar um den doppelten Betrag, also um 170 Mrd. US-Dollar. Demnach haben andere Faktoren 57 Mrd. US-Dollar zur FMQ beigetragen. Dies legt nahe, dass das derzeitige Tempo der QE zumindest im September nicht ausreichte, um die Liquidität an den Geldmärkten bereitzustellen, die bei den aktuellen Zinssätzen erforderlich ist. Die Anleiherenditen sind jedoch trotz der Verschiebung der Reduzierung der Anleihekäufe weiterhin hoch, wie die zweite Grafik zeigt, welche die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen darstellt.

Seit dem 30. Oktober ist die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von 2,5 % auf 2,75 % gestiegen. In diesem Zeitraum wurde zunehmend anerkannt, dass die Reduzierung der Anleihekäufe auf absehbare Zeit verschoben ist. Vor diesem Hintergrund deutet der Renditeanstieg darauf hin, dass die zugrunde liegende Anspannung an den Anleihemärkten nach einer kurzen Pause zurückgekehrt ist, und zwar trotz der Anleihekäufe der Fed und der dadurch bereitgestellten Liquidität. Daher muss QE3 möglicherweise durch weitere Maßnahmen ergänzt werden, wenn Zinsen und Anleiherenditen auf dem derzeitigen Niveau gehalten werden sollen.

Hinweis: Die Methodik und der Aufbau der FMQ wurden von GoldMoney hier veröffentlicht.

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