Fear Index Januar 2013: die Dämmerung der Fiat-Währung

Die US-Geldmenge M3 lag Ende 2012 bei über 15 Billionen US-Dollar, wie wir es seit dem Start der Operation Twist vorhergesagt haben. Die US-Staatsverschuldung beträgt über 16,5 Billionen US-Dollar, während der Goldpreis das Jahr bei 1.660 US-Dollar je Feinunze beendete.

Der Fear Index fiel auf 2,89 %, während sein gleitender 21-Monats-Durchschnitt 2,99 % erreichte – kurz davor, erstmals seit 1989 die Marke von 3 % zu durchbrechen.

Fear Index Januar 2013

Die Forderung der Bundesbank nach der Rückführung des Rheingolds signalisiert den Anfang vom Ende des Nixon'schen Fiat-Dollars. Die Musik hat eingesetzt: Bis die dicke Dame singt, wird die Architektur des heutigen Weltwährungssystems völlig aufgelöst sein, und es werden Verhandlungen darüber im Gange sein, was an seine Stelle treten soll. In Erwartung einer vielversprechend spannenden Fahrt sind die großen Akteure darauf aus, sich ihre Ausgangspositionen zu sichern.

China baut seine Goldreserven verdeckt aus, mit Importen von 114 Tonnen allein im Dezember. Peking verfolgt stillschweigend das Ziel, bis 2015 Reserven von 6.000 Tonnen anzuhäufen. Deutschland hat einen Teil seiner im Ausland gelagerten Edelmetalle zurückgeholt, wobei sich noch zeigen muss, was genau in Frankfurt ankommen wird. In der Schweiz steht die „Gold-Initiative“ kurz vor der Schwelle für die parlamentarische Behandlung. Auch Russland importiert still und leise große Mengen Gold. In Amerika werden Privatleute aktiv: Die US Mint hatte im Januar keine Silver Eagles mehr. Ähnlich sparen die Menschen in Indien weiter in Gold, trotz wiederholter Versuche der Regierung, die Einfuhr von Edelmetall einzudämmen.

Alle großen Akteure handeln schnell und werden mutiger: Es stört sie immer weniger, dass ihr Vorgehen von immer mehr Menschen erkannt wird.

Im Jahr 2003 sagte James Turk auf Grundlage der Kursentwicklung des vorherigen Goldbullenmarkts einen Goldpreis von 8.000 US-Dollar je Unze bis 2015 voraus. Angesichts des Ausmaßes der Schuldenblase und der Geldschöpfung, die wir erleben, könnte diese Prognose jedoch durchaus zu vorsichtig sein. Wir nähern uns der zweiten Phase des Bullenmarkts – der Beteiligungsphase, in der jener eine Prozentpunkt der Portfolios, der in Edelmetalle investiert ist, deutlich steigen wird und die Kursbewegungen schneller und größer ausfallen werden als alle bisherigen.

Die allgemeine Erkenntnis, dass die Preise bereits stärker steigen, als die Regierung zugibt, wird die breite Öffentlichkeit zur Beteiligung bewegen. Wie Peter Schiff sagt, braucht man keinen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften mehr, um zu sehen, dass der Kaiser nackt ist. Inzwischen ist es für jeden mit Kenntnissen der Grundrechenarten offensichtlich. Die „vorübergehende“ Aussetzung der US-Schuldenobergrenze sollte es noch deutlicher machen, besonders wenn sie verlängert wird. Man bedenke, dass auch die Nullzinspolitik (ZIRP) der Federal Reserve nur als „vorübergehende“ Maßnahme gedacht war.

Die Dämmerung des Fiat-Dollars rückt näher. Wenn sich der Staub gelegt hat und die Musik verstummt, werden sich diejenigen, die das Gold besitzen, eine Fahrkarte nach Walhall leisten können. Wer wertloses Papier hält, wird der Willkür des modernen Loki ausgeliefert sein, der gerade für finanzielle Streiche zuständig ist.

Im Zusammenhang damit hat Argentinien soeben die Lebensmittelpreise in den Supermärkten eingefroren, um die Menschen davon zu überzeugen, dass die offizielle Inflationsrate von 10 % die richtige sei. Nicht die Preissteigerungen von 25 bis 30 %, die tatsächlich überall dort zu beobachten sind, wo Lebensmittel oder andere notwendige Produkte verkauft werden. Wem werden Sie schließlich glauben – der Regierung oder Ihren eigenen lügenden Augen?

Bitte schicken Sie Frau Kirchner jemand ein Exemplar von diesem Buch oder einen Link zu diesem Video. Dieser Wahnsinn wurde schon einmal versucht. Er geht nie gut aus.

Formel des Angstindex

James Turk schreibt seit Jahren über den Angstindex, wie Sie auf seiner Website FreeGoldMoneyReport sehen können.

Zurück zu den Goldmoney Analysen