Die Ökonomie von Gold und Silber im Jahr 2013

Das neue Jahr dürfte einige größere Veränderungen in der Wahrnehmung von Gold und Silber im Westen bringen, falls offenkundig wird, dass das Vertrauen in staatlich ausgegebenes Geld als Tauschmittel möglicherweise fehl am Platz ist. Diese Sorge beschränkt sich derzeit im Wesentlichen auf Ökonomen der Österreichischen Schule.

Ob sie recht oder unrecht haben, wird erst die Zeit zeigen; ihr Grundargument ist jedoch bedenkenswert. Es lautet etwa so: Die Rolle des Geldes in einer Transaktion besteht darin, das objektive Element zu sein, so denken die Menschen automatisch. Ein Gegenstand oder Vermögenswert kostet also so und so viele Dollar; ändert sich der Preis, geht man normalerweise davon aus, dass sich der Wert des Gegenstands oder Vermögenswerts verändert hat, nicht die Kaufkraft des Geldes. In dem Moment, in dem normale Menschen stattdessen erkennen, dass die Preise steigen, weil der Wert des Geldes sinkt, ist die Währung dem Untergang geweiht.

Dieses Erwachen für die Entwertung der Währung ist ein schleichender Prozess, und bisher erkennt nur die kleine Gruppe der Anhänger der Österreichischen Schule wirklich die Gefahr, der Papierwährungen ausgesetzt sind. Doch 2013 werden voraussichtlich immer mehr Menschen Verdacht schöpfen. Der Grund dafür ist, dass die Zentralbanken Geld in alarmierendem Tempo ausgeben. Sie tun dies mit Absicht: Regierungen können ohne das Gelddrucken der Zentralbanken nicht genug Geld aufbringen, und würde die Ausgabe eingeschränkt, stiegen die Zinsen, und eine allgemeine Schuldenliquidation wäre die Folge.

Wenn wir annehmen, dass keine Regierung und keine Zentralbank die Kraft hat, sich diesen Realitäten direkt zu stellen, muss sich die Geldmengenausweitung weiter beschleunigen. Deshalb sind Ökonomen der Österreichischen Schule besorgt, wie das Diagramm ihres bevorzugten Geldmengenmaßes, der österreichischen „True Money Supply“ (TMS), zeigt.

Auffällig ist, wie stark sich die TMS seit Mitte 2008 beschleunigt hat – weit über den exponentiellen Trend seit 1959 hinaus. Das Dollar-Geld ist also hyperbolisch angewachsen, und der Dollar steht mit diesem Trend nicht allein. Die Frage ist, wie lange dies andauern kann, bevor der Mann auf der Straße erkennt, dass die Preissteigerungen auf die Geldflut im Verhältnis zur Gütermenge zurückzuführen sind.

Die hyperbolische Beschleunigung der TMS deutet darauf hin, dass uns nicht viel Zeit bleibt und dass sich die Geldentwertung früher eher als später auf die Preise im Einzelhandel auswirken wird. Bisher ist dies nicht geschehen, weil die Preisinflation zu niedrig erfasst wird und die Verbraucher finanziell angespannt sind. Es dürfte jedoch 2013 für immer mehr Menschen offensichtlich werden, dass das Geld entwertet wird, sofern es nicht zu einer Rückkehr zu solidem Geld kommt.

Doch solides Geld und Staatsökonomie sind wie Öl und Wasser. Es werden die Menschen sein, Sie und ich, die nach solidem Geld verlangen, wenn wir staatliches Geld als nicht zweckmäßig verwerfen. Wir werden Papiergeld in lebensnotwendige Güter umtauschen, und es ist zu erwarten, dass immer mehr von uns ihre Barreserven und liquiden Mittel in Edelmetalle umschichten, in dem wachsenden Wissen, dass dies der einzige Weg ist, unsere Kaufkraft zu erhalten.

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