Die keynesianische Kreditschöpfung erlebt ihr Armageddon

Nur wenige Kommentatoren sind sich bewusst, dass die Dynamiken, die zu einem unausweichlichen Zusammenbruch des Kredits führen, zunehmen. Sobald sich diese Dynamiken zu entfalten beginnen, wird es zwangsläufig zu einer weltweiten Flucht aus dem Fiat-Kredit in Gold kommen. Deshalb haben vorausschauende Zentralbanken Edelmetall angehäuft.

In dieser Woche dürften die aufmerksameren unter uns eine Weggabelung in der Kreditschöpfung erkannt haben. Große Volkswirtschaften befinden sich nun offiziell in einer Rezession, was nach dem keynesianischen Drehbuch eine Senkung der Zinsen nahelegt. Doch die Inflation zeigt Anzeichen eines erneuten Anstiegs, was das Gegenteil erforderlich macht. Dies ist eine Wiederholung der Bedingungen, die den Keynesianismus in den 1970er-Jahren in Misskredit brachten und zu einer geläufigen Bezeichnung für etwas führten, das für staatsgläubige Ökonomen unmöglich war: Stagflation.

Der einzige Grund, warum die USA nicht offiziell in einer Rezession stecken, sind die massiven Staatsausgaben, die die Steuereinnahmen übersteigen: Mit anderen Worten, das Land druckt sich aus der Rezession heraus. Zwangsläufig wird dies die Kaufkraft des Dollars fortwährend noch weiter untergraben, ein Effekt, der in die Inflationspipeline einfließt. Allein aus diesen Gründen lassen sich alle Hoffnungen auf eine nachhaltige Zinssenkung verwerfen.

Die USA sind nicht das einzige Land mit diesem Problem. Hartnäckige Haushaltsdefizite gibt es auch im Vereinigten Königreich, in Japan und in Europa im Überfluss. Laut dem Institute of International Finance ist die weltweite Staatsverschuldung von 33 Billionen US-Dollar im Jahr 2008 auf 71 Billionen vor der Corona-Krise vor drei Jahren und auf heute 90 Billionen gestiegen. Da auch die Zinsen und Kreditkosten unaufhaltsam gestiegen sind, ist die weltweite Staatsverschuldung explosionsartig angewachsen. 

Die folgende Tabelle zeigt aktuelle Schätzungen einiger Schuldenquoten und Haushaltsdefizite nach demselben Maßstab.

Ein Diagramm zur Schuldenquote (Verschuldung im Verhältnis zum BIP)

Automatisch erstellte Beschreibung

Hinsichtlich der Inflationserzeugung sind die USA mit ihrem Haushaltsdefizit von 9 % der größte Verursacher. Das dürfte der Auslöser sein, der die Finanzen der anderen aufgeführten Länder destabilisiert.

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