Dealing Desk: Handelsvolumen steigt angesichts des Preisrückgangs

Das Handelsvolumen beim Online-Edelmetallhändler GoldMoney liegt über dem der Vorwoche, da Käufer das aktuelle Preisniveau nutzen.

Kelly-Ann Kearsey, Dealing Manager bei GoldMoney, sagte: „Verbesserte Wirtschaftsdaten und hoffnungsvollere Töne aus den Gesprächen über das Rettungspaket für Griechenland haben die Motive für den Kauf von Edelmetallen als sicherer Hafen beeinflusst.“

Kelly-Ann ergänzt: „Die Hoffnung auf eine Einigung in den Gesprächen über das Rettungspaket für Griechenland hat Gold auf ein Dreiwochentief gedrückt. Die heutigen US-Daten, wonach die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA stärker als erwartet gesunken ist, haben es dann auf ein Fünfwochentief gebracht.“

Vor einem Jahr notierte Gold bei rund 1.254 US-Dollar, heute bei 1.175,06 US-Dollar. Kelly-Ann zufolge ist jedoch Platin insgesamt der größte Verlierer: „Platin ist unter seine kritische Marke von 1.100 US-Dollar gefallen, verglichen mit rund 1.432 US-Dollar vor einem Jahr, und es liegt natürlich schon seit geraumer Zeit unter Gold. Im vergangenen Jahr stützten die Streiks in südafrikanischen Minen die Preise, und auch die Lage zwischen der Ukraine und Russland stützte den Goldpreis. Obwohl die Waffenruhe nun brüchig zu werden scheint, verstärkt dies derzeit nicht die Attraktivität von Gold als sicherer Hafen.“

„Das einzige Metall, das sich relativ stabil gehalten zu haben scheint, ist Palladium, möglicherweise gestützt durch das anhaltende Interesse infolge guter Absatzzahlen auf dem Automobilmarkt. Die einzige weitere Konstante im Jahresvergleich ist der anhaltende Abfluss aus britischen und Schweizer Tresoren nach Singapur. Sollten morgen, am Freitag, die US-Arbeitsmarktdaten schwach ausfallen, könnte dies den Rückgang des Goldpreises bremsen. Entsprechen die Zahlen jedoch den Erwartungen oder fallen besser aus, könnte der Preis weiter nachgeben.“

Preisentwicklung im Wochenvergleich
04.06.15, 16:00 Uhr.

Gold fiel um 1,0 % auf 1.175,06 $, Silber verlor 2,6 % auf 16,19 $, Platin sank um 1,7 % auf 1.093,65 $ und Palladium gab um 3,7 % auf 752,35 $ nach.

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