Die Goldpreise sind diese Woche zwar auf ein Dreiwochentief gefallen, doch es war nicht nur Schwarzmalerei: Die Online-Handelsplattform für physische Metalle GoldMoney meldet ein gewisses Interesse sowohl an Gold als auch an Platin.
Kelly-Ann Kearsey, Dealing Manager bei GoldMoney, sagte: „Unsere Kunden haben diese Woche eindeutig mehr Interesse an Gold und Platin gezeigt, während sich der Verkauf auf Silber und Palladium konzentrierte. Der übliche Trend von Warenströmen von West nach Ost war vorherrschend, mit erheblichen Kaufaktivitäten in unseren Tresoren in Singapur und Verkaufsaufträgen aus Großbritannien.“
Gegensätzliche Einflüsse
Das Kauf-/Verkaufsverhältnis bei GoldMoney war hinsichtlich der Anzahl der Aufträge am Ende nahezu ausgeglichen, mit einigen größeren Käufen nach Wert, und Kelly-Ann zufolge wirken eindeutig gegensätzliche Kräfte auf den Markt. „Gold geriet nach den Zahlen zu den Verkäufen bestehender Wohnimmobilien in den USA unter Druck. Diese waren eine gute Nachricht für die US-Wirtschaft und sprechen für eine bevorstehende Zinserhöhung, die erste seit 2006. Das Federal Open Market Committee tritt nächsten Mittwoch zusammen, was weitere Orientierung geben wird.“
„Andererseits stützt die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit in Griechenland Gold weiterhin. Sollte Griechenland seine Kreditzahlungen im nächsten Monat nicht leisten können, bleibt ein Austritt aus der Eurozone weiterhin möglich, und das würde Gold als sicheren Hafen angesichts der Folgen in Europa Auftrieb geben.
Was kommt als Nächstes?
„Diesen Freitag treffen sich die Finanzminister der Eurozone in Lettland“, sagt Kelly-Ann. „Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass vor dem Treffen der Eurogruppe am 11. Mai 2015 eine Einigung erzielt wird – einen Tag bevor Griechenland den gesamten fälligen Betrag an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen muss. Weitere Anzeichen für ein Szenario ohne Einigung könnten die Aussicht auf einen griechischen Austritt oder „Grexit“ erhöhen.“
„Nächsten Mittwoch wird ein wichtiger Tag für US-Daten, da wir auf das US-BIP und die Mitteilung zur Sitzung des US-FOMC warten. Diese könnten nicht nur weitere Hinweise auf die Stärke der wirtschaftlichen Erholung geben, sondern auch eine erneute Aussage dazu, was wir hinsichtlich der Zinserhöhung erwarten können.“
Preisentwicklung im Wochenvergleich
23.04.15, 16:00 Uhr. Gold fällt um 0,4 % auf 1.191,85 $, Silber fällt um 2,4 % auf 15,83 $, Platin fällt um 1,7 % auf 1.132,14 $ und Palladium verliert 0,6 % auf 765,35 $.
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Über die nichtbankgebundenen Tresorbetreiber von GoldMoney können physische Edelmetalle weltweit außerhalb des Bankensystems gelagert werden, und zwar in Großbritannien, der Schweiz, Hongkong, Singapur und Kanada. GoldMoney arbeitet mit Brink's, Loomis International (ehemals Via Mat), Malca-Amit, G4S und Rhenus Logistics zusammen. Die Lagergebühren sind äußerst wettbewerbsfähig, und es besteht zudem die Möglichkeit, sich das Metall liefern zu lassen.
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