Dealing Desk: Eine Wippe-Woche für Gold und den US-Dollar

In dieser Woche haben sich die Kurse von Dollar und Euro deutlich auseinanderentwickelt, was den Goldpreis und den Status des gelben Metalls als sicherer Hafen belastet hat.

Roland Khounlivong, Leiter Handel und Abwicklung, sagte: „Die heutige Meldung, dass das griechische Parlament die neuen Sparmaßnahmen und damit die Bedingungen der Gläubiger angenommen hat, hat den Euro gegenüber der Vorwoche um rund 1,5 % nach unten gedrückt und manchen Anlegern die Risikobereitschaft zurückgegeben.

Die wippenartige Beziehung des Goldes zum US-Dollar hat dazu geführt, dass Gold in dieser Woche nachgab, als der Dollar sich festigte. Verstärkt wurde der Ausschlag durch die Vorsitzende der US-Notenbank, Janet Yellen, die sagte, eine Zinsanhebung stehe dort durchaus auf der Agenda. Sie bestätigte außerdem, dass die wirtschaftliche Erholung der USA im Plan liege und sich von der Lage in Griechenland oder dem labilen chinesischen Aktienmarkt nicht beunruhigen lasse.“

Die Folge: Gold ist wieder auf das Niveau von Mitte März gestiegen, doch das Gold-Silber-Verhältnis liegt weiterhin deutlich über 70, da Silber im Vergleich zu seinem gelben Cousin erheblich günstiger ist. „Silber ist im Vergleich weiterhin unterbewertet“, sagt Roland Khounlivong, „und da wir nun in die Urlaubszeit eintreten, ist zu erwarten, dass der Markt mindestens bis Ende August relativ ruhig bleibt.

Morgen werden einige interessante Zahlen in Form des US-Verbraucherpreisindex veröffentlicht, doch in der kommenden Woche gibt es kaum Wesentliches. Wir können daher davon ausgehen, dass der Markt in den kommenden Wochen leicht seitwärts driftet.“

Preisentwicklung im Wochenvergleich
16.07.15, 16:00 Uhr. Gold sank um 1,6 % auf 1.144,67 $, Silber verlor 2,0 % auf 15,06 $, Platin gab um 1,4 % auf 1.007,49 $ nach und Palladium fiel um 1,0 % auf 631,72 $. Gold-Silber-Verhältnis: 76

 

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