Ausbruch!

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Nachdem Silber in den vergangenen zwei Monaten kontinuierlich nachgegeben hatte, gelang ihm bei hohem Handelsvolumen ein deutlicher Ausbruch, dem Gold folgte. In Europa lag Silber heute Morgen bei 24,75 US-Dollar (+1,75 US-Dollar) und Gold bei 1.957 US-Dollar (+48 US-Dollar). 

An der Comex stieg das Open Interest kräftig, wie unsere nächsten beiden Charts zeigen.

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Interessant ist, dass sich das Open Interest bei beiden Kontrakten historisch betrachtet auf die Werte vom Januar 2020 verdoppeln könnte. Damals herrschten offensichtlich stark überkaufte Marktbedingungen, doch das könnte sich wiederholen. Bevor wir uns jedoch die Bedingungen ansehen, die dazu führen könnten, betrachten wir die technische Lage. Dies ist unser nächster Chart.

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Nachdem Gold Anfang Mai die Allzeithochs getestet hatte, gab es erwartungsgemäß nach, um die Gewinne aus dem Anstieg von 1.620 US-Dollar im vergangenen September zu konsolidieren. Damit ging eine große Konsolidierung zu Ende, die im August 2020 begonnen hatte. Technische Analysten weisen darauf hin, dass die Konsolidierung fast genau zwei Jahre dauerte und einer A-B-C-Korrektur nach der Elliott-Wellen-Theorie entspricht, wobei die Bewegung seit September letzten Jahres die erste Welle einer neuen Hausse-Phase wäre. Außerdem ähnelt sie der klassischen Flaggenformation der Chartanalyse.

Ob Gold bereit ist, die obere Begrenzung der Flagge zu testen und zu durchbrechen, hängt davon ab, was mit dem Dollar geschieht. Als Nächstes folgt sein handelsgewichteter Index.

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Der Bruch unter die entscheidende Marke von 100,50 erfolgte plötzlich und deutlich und hat positive Auswirkungen auf den gesamten Rohstoffsektor. Das Rohöl WTI beispielsweise ist seit Ende Juni um fast 15 % gestiegen. Zudem ist klar, dass beim handelsgewichteten Index mindestens ein Rückgang deutlich unter 90 zu erwarten ist.

Ausgelöst wurde der Einbruch durch die in dieser Woche schwächer als erwartet ausgefallenen Inflationszahlen in den USA, die zu sinkenden Anleiherenditen führten; die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen fiel um 25 Basispunkte.

Hinzu kommt die überraschende Ankündigung Russlands, dass beim BRICS-Treffen in Johannesburg eine neue, goldgedeckte Währung für die Abwicklung des Handels auf der Tagesordnung steht, die den Dollar als Handelsmedium ablösen soll. Dies ist die ernsthafteste Herausforderung für den Status des Dollars seit der Aussetzung des Bretton-Woods-Abkommens vor 52 Jahren. Darüber hinaus haben Ausländer und ihre Zentralbanken in dieser Zeit Dollar-Einlagen und Finanzanlagen von insgesamt über 30 Billionen US-Dollar angehäuft, mehr als das gesamte US-BIP.

Die Gefahr, die sich aus dieser Entwicklung für den Dollar ergibt, könnte erheblich sein. Seit einiger Zeit verlangsamen ausländische Zentralbanken gemeinsam ihre Käufe von US-Staatsschulden. Die Gefahr, dass daraus Nettoverkäufe werden könnten, untergräbt nicht nur den Dollar, sondern auch die Staatsfinanzen. Und in dieser Woche reiste Janet Yellen nach Peking, vermutlich um angesichts der BRICS-Ankündigung über Chinas Bestände an US-Staatsanleihen zu sprechen. (Offiziell war dies aus nachvollziehbaren Gründen nicht der Anlass der Reise.)

Die Bedrohung für den Dollar und die Finanzen der US-Regierung wird im Vorfeld des BRICS-Gipfels zunehmend Anlass zur Sorge geben. Die Märkte werden versuchen, die Folgen einzupreisen, was nur dazu führen kann, dass Hedgefonds Dollar verkaufen, um Gold und Silber zu kaufen.

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