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Gold Research Analysis

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Gold & Silber brechen ihre Widerstände

2009-FEB-15

Bullenmärkte bewegen sich wie eine vordringende Armee – sie nehmen ein Ziel nach dem anderen ein. Vergangene Woche haben Gold und Silber je ein wichtiges Ziel erreicht, indem sie über wichtigen Marken schlossen, die in der Zeit zuvor großen Widerstand geleistet hatten.

Am Mittwoch, den 11. Februar schloss Gold über USD 930, wobei Silber am gleichen Tag bei USD 13,50, seinem 200-Tages gleitenden Durchschnittswert und seiner Widerstandsmarke, gestoppt wurde. Dennoch fiel Silber nicht wieder zurück. Es blieb stark und gewann diesen Kampf schließlich, indem es die Widerstandsmarke am Freitag durchbrach und bei USD 13,62 schloss.

In dieser Woche ist Gold um 3,0% und Silber um 3,5% gestiegen. Weil der Dollar vergangene Woche ebenfalls verhältnismäßig stark war, war die Preissteigerung für Edelmetalle gegenüber dem Euro und dem Britischen Pfund sogar noch höher. Gold und Silber stiegen gegenüber dem Euro um 3,2% bzw. 3,7% und gegenüber dem wieder sehr schwachen Britischen Pfund um 6,1% bzw. 6,6%.

Gold und Silber könnten die aktuellen Gewinne noch weiter festigen, was nicht ungewöhnlich wäre. Denn auch hierbei hat Gold eine technisch sehr starke Position. Und Silber befindet sich seit dem 21.Januar in Backwardation, also bereits erstaunliche 18 Tage nacheinander. So ist es absolut möglich, dass die Edelmetalle von der aktuellen Position noch weiter steigen.

Gold befindet sich auf Korrekturkurs seit seinem Rekordhoch vor elf Monaten. Aber sehen Sie nur, was Gold erreicht hat.

Der Goldkurs hat während dieser Korrekturphase eine umgekehrte „Kopf & Schulter“ Formation mit der Halslinie gerade oberhalb der USD 900 Marke gebildet. K&S Formationen bezeichnen normalerweise eine Trendumkehr und in diesem Fall hat sie signalisiert, dass der Abwärtstrend, der sich während der Korrekturphase eingestellt hatte, nun eine Ende findet. Anfang der Woche wurde die Unterstützung an der Halslinie erneut getestet, aber der Ausbruch aus diesem Muster wurde bestätigt, als Gold die USD 930 Marke durchbrach und ein 7-Monatshoch erreichte. Und Gold durchbrach anschließend auch die Linie, die den Abwärtstrend während der Korrekturphase markierte.

Folglich ist das nächste Ziel für Gold sein Rekordschlusshoch bei USD 1003. Ich denke, dass dieser Rekord bald in Sicht ist.

Ich möchte Ihnen hier noch eine andere Grafik zeigen. Bill Murphy stellte sie am Freitag in seinem Kommentar unter http://www.LeMetropoleCafe.com vor. Es ist eine weitere informative Grafik, die von Nick Laird von www.sharelynx.com erstellt wurde. Diese Grafik zeigt sowohl den Goldpreis, als auch das Goldgewicht, die im GLD, dem Exchange Traded Fund (ETF) für Gold dargestellt werden.

Wenn ich mir die obige Grafik ansehe, taucht eine wichtige Frage sofort auf. Wie kann eine Nachfragesteigerung von 150 Tonnen Metall in den vergangenen Wochen nur einen so geringen Preisanstieg für Gold zur Folge haben? Diese Schere wirft somit weitere Fragen auf, ob der ETF auch tatsächlich so viel Metall besitzt, dass die Anteile, die er ausgibt, gedeckt sind.

Ich bin kein Fan der Edelmetall ETFs und ich war es auch nie, seit sie zum ersten mal eingeführt wurden. Ich habe ausführlich über die ETFs geschrieben, um die Risiken, die ich darin sehe, darzustellen. Meine Artikel finden Sie unter den folgenden Links:
http://www.financialsense.com/editorials/turk/2007/0305.html
http://www.financialsense.com/editorials/rubino/2007/0410.html

Kurz gesagt, der ETF ist im besten Fall ein Trading-Vehikel, jedoch keine Alternative zum Besitz von physischem Gold. In diesem Sinne ist der ETF wie ein Future-Vertrag, der natürlich auch keine Alternative zum Besitz von physischem Gold ist. Mit diesen Trading-Vehikeln können Sie die Preisschwankungen von Gold nutzen, aber Sie müssen auch mit Kontrahentenrisiken rechnen, was eigentlich aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen und finanziellen Probleme überall auf der Welt vermieden werden sollte. Diesbezüglich hat man die Lektion im September gelernt, als Lehman zusammenbrach und AIG in den Seilen hing, was dazu führte, dass zahlreiche Rohstoff-ETFs in London den Handel aussetzten.

Wenn Sie also den Goldpreis handeln wollen, handeln Sie mit Futures oder ETFs. Betrachten Sie Futures oder ETFs jedoch nicht als Alternativen zum Besitz von physischem Gold und Silber.

Wenn Sie immer noch nicht überzeugt sind, aber auch wenn Sie es sind, empfehle ich Ihnen die Lektüre eines Artikels von Jim Sinclair, der die Integrität des GLD und anderen ETFs für Gold in Frage stellt. Sein Bericht vom 12. Februar trägt den Titel "Where Do All The Gold ETFs Get Their Bullion From?" (Wo bekommen all die Gold ETFs ihre Barren her?) und steht unter folgendem Link zur Verfügung:
http://jsmineset.com/index.php/2009/02/12/where-do-all-the-gold-etfs-get-their-bullion-from/

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich Gold dieses Jahr ziemlich genau so verhält, wie ich es erwartet hatte. Folgendes hatte ich im vergangenen Dezember gesagt:

„Gold wird im ersten Quartal auf 4-stellige Werte steigen... Kurz gesagt, wird sich 2009 als das 'Jahr des Durchbruchs' für Gold herausstellen. Es wird deswegen zu einem ‘Jahr des Durchbruchs’, weil der Durchschnittsinvestor endlich auf Gold aufmerksam werden wird und anfängt zu kaufen. Trotz seines außergewöhnlichen Anstiegs während dieses Jahrzehnts besitzen nur wenige Menschen physisches Gold. Das beginnt sich 2009 zu ändern, da die finanziellen Zerrüttungen weiter anhalten und noch schlimmer werden und die Menschen nach sicheren Anlagemöglichkeiten für ihr Geld suchen.“
http://news.goldseek.com/JamesTurk/1230583965.php

Aber nur die Zeit wird zeigen, ob sich meine Vorhersage als richtig herausstellt oder nicht. Aber die Hauptbotschaft des obigen Zitats bleibt klar. Jeder sollte eine sichere Anlagemöglichkeit suchen, nicht ein Trading-Vehikel.

Gold ist die sicherste Anlagemöglichkeit von allen, aber nur wenn es sich um physisches Gold und nicht um ein Trading-Vehikel handelt. Also vermeiden Sie ETFs und ihre Risiken. Vermeiden Sie auch Futures. Kaufen Sie stattdessen physisches Gold.

Author: James Turk

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