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Der am vergangenen Donnerstag publizierte Bericht des Silver Institute mit dem Titel „World Silver Survey 2012“ hielt für die meisten Investoren und Marktteilnehmer kaum Überraschungen parat. Während das globale Silberangebot der Minenunternehmen im vergangenen Jahr neue Rekordwerte erreichte, lag die Silbernachfrage unter den Endverbrauchern und Investoren trotz der im Frühjahr 2011 eingeleiteten Preiskorrekturphase an den globalen Rohstoffmärkten auch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Das Silver Institute zählt zu einer der angesehensten Industrieorganisationen im Silbersektor, der Produzenten, Händler und eine Vielzahl von Edelmetall verarbeitenden Betrieben angehören.
Die Silbernachfrage hat sich im vergangenen Jahr trotz der Korrekturphase gegenüber dem Vorjahr kaum abgeschwächt und verharrt weiterhin auf einem hohen Niveau, trotz dass die globale Investmentnachfrage im Jahresvergleich leicht auf 282,2 Millionen Unzen oder 8.776 Tonnen nachgab. Da der Silberpreis in 2011 durchschnittlich höher notierte als im Vorjahr, erreichte der finanzielle Gegenwert der Gesamtsilbernachfrage im Jahr 2011 einen neuen Rekordwert von fast $10 Milliarden. Im Vergleich mit dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 73 Prozent. Die in diesen Zahlen enthaltenen Nettoinvestitionen litten hingegen unter einem Rückgang von 11 Prozent auf 164 Millionen Unzen oder 5.099 metrische Tonnen. Wie aus der Studie des Silver Institute hervorgeht, entfielen die meisten Nettoinvestitionen auf die Zeit zwischen Januar und April 2011 – und somit auf einen Zeitraum vor dem Einsetzen der Korrekturphase, die den Silberpreis ab Ende April 2011 von seinem Hoch bei $50 pro Unze auf bis zu $26 pro Unze zurückführte.
Aktuell wird der Silberpreis in einem sehr engen Preisband gehandelt. Seit einiger Zeit pendelt er um die Marke von$31,50 pro Unze, die lange Zeit als Unterstützung diente und nun kurzfristig als Widerstand agieren könnte. Wie die Studie weiter ausführt, wurde ein großer Teil der Investmentnachfrage nicht auf Basis von Spekulationen auf weiter steigende Silberpreise, sondern im Angesicht wachsender Befürchtungen der Investoren vor einer anhaltenden Währungsabwertung des US-Dollars und des Euros angekurbelt. In diesem Kontext beobachten viele Investoren die Aktionen der Zentralbanken mit Argusaugen, zu denen vor allem die Aktivitäten der amerikanischen Federal Reserve (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB) gehören. Die Furcht vor einer sich fortsetzenden Monetisierung der ausstehenden Schulden in der Welt treiben immer mehr globale Anleger in sichere Fluchthäfen, zu denen auch nach wie vor der Gold- und Silbersektor gezählt werden.
Die Nachfrage nach Silbermünzen und Silbermedaillen kletterte im Berichtszeitraum um 129 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 118,2 Millionen Unzen, was umgerechnet 3.677 metrischen Tonnen entspricht. Die Nachfrage für physische Silberbarren konnte gegenüber dem Jahr 2010 um 67 Prozent auf 95,7 Millionen Unzen oder 2.975 metrische Tonnen zulegen, wie es in dem Bericht des Silver Institute heißt. Auch wenn sich die Nachfrage unter industriellen Kunden – zu denen vor allem die Schmuck-, Elektronik- und Medizinindustrie gehören – gegen Ende des Jahres 2011 aufgrund der Eintrübung der globalen Konjunkturaussichten ein wenig abschwächte, prognostiziert die Studie des Silver Instituts eine Fortsetzung des tendenziell nach oben zeigenden Trends im Jahr 2012. Im Zuge der stark wachsenden Silbernachfrage an den Weltmärkten und dem rasanten Preisanstieg des weißen Metalls ist es kaum verwunderlich, dass auch die Minenunternehmen ihren Silberausstoß im Berichtszeitraum deutlich erhöhten. Neben zunehmenden Explorationsarbeiten durch Junior Mining Firmen trug auch die Wiederinbetriebnahme ehemals brach liegender Minen zu dem Anstieg der weltweiten Silberförderung bei, die im vergangenen Jahr ebenfalls neue Rekordwerte erreichte. Der weltweite Silberausstoß durch die Minenunternehmen legte in 2011 das neunte Jahr in Folge zu. Gegenüber dem Vorjahr kletterte die Minenproduktion um 1,4 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 761,6 Millionen Unzen oder 23.689 metrische Tonnen.
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Veröffentlicht von GoldMoney
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Herausgegeben von Roman Baudzus
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