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Die Gold- und Silberpreise konnten gestern wie auch Aktien und Industrierohstoffe Zugewinne verbuchen, als die Händler vermehrt „riskantere“ Positionen aufnahmen. Der amerikanische Dow Jones Industrial Average erreichte zwischenzeitlich ein Hoch von 13.004,97 Punkten – der höchste Stand seit Mai 2008. Comex Goldkontrakte für März beendeten den Handel mit 1,85% im Plus bei $1.757,20 pro Unze. Wie es an solchen Tagen mit steigenden Kursen gewöhnlich ist, konnte Silber mit einem Anstieg von 3,5% auf $34,43 stärkere Zugewinne verbuchen als Gold. Auch Kupfer konnte um 3,5% auf $3,83 pro Pfund zulegen und die Ölpreise zeigten erneut einen starken Handelstag mit WTI über $105 pro Barrel (+2,5%) und Öl der Sorte Brent über $121 pro Barrel.
Dan Norcini bemerkt dazu auf King World News, dass die technischen Indikatoren und Preischarts auf einen signifikanten Ausbruch der Ölpreise hindeuten. Ein solcher Preisanstieg wäre sehr positiv für die Edelmetallpreise, hätte allerdings in Form steigender und in den nächsten Monaten wohl rekordhoher Kraftstoffpreise ernsthafte Konsequenzen für die Verbraucher rund um den Globus und besonders in den USA.
Gold und Silber haben beide ihre jeweiligen Widerstandslevel getestet, die für die vergangenen Woche weitere Preisanstiege verhinderten ($1.750 bei Gold und $34 bei Silber). Silber wird um die $35-Marke den nächsten Wiederstand zu bekämpfen haben. Sollte die $35-Marke über mehrere Handelstage gehalten werden können, dann macht der technische Analyst Eric de Groot $37,50 per London Fix als nächste wichtige Preismarke aus. Danach könnte es schnell zu einem Angriff auf das bisherige nominale Allzeithoch bei $50 pro Unze kommen.
Pessimisten warnen hingegen, dass die Anstiege in scheinbar Allem, außer dem US-Dollar, nicht nachhaltig seien und dass solche hoch korrelierten Anstiege in unterschiedlichen Anlageklassen ein Zeichen für eine baldige Korrektur seien. Es gibt jedoch gute Gründe, dass ein solcher Pessimismus eventuell nicht angebracht sein muss. Wie für Neueinsteiger gut aus einem Chart von James Bianco ersichtlich ist, hat das vergangene Jahr eine Geldflut der Zentralbanken mit sich gebracht, welche sich als starke Stütze für die Preise von Aktien und Rohstoffen erweisen sollte.
Gepaart mit einer sich stabilisierenden Lage in der Eurozone und einer weiteren großangelegten Runde an 3-Jahres-Krediten von der EZB an die Banken zu Ende des Monats – es gibt Stimmen, die von einem Umfang von bis zu einer Billion Euro rechnen – ist es schwer zu sehen, weshalb die Märkte plötzlich an Schwung verlieren sollten, solange es nicht zu einem unvorhergesehenen Schockereignis kommt. Märkte lieben schließlich billiges Geld.
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