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Gold und Silber zeigten zu Handelsbeginn Stärke. Silber profitierte dabei besonders von der Aussicht, dass ein €130 Mrd. Rettungspaket einen Staatsbankrott Griechenlands noch einmal abwenden könnte. Edelmetalle und riskantere Anlagen wie Minenaktien konnten zusätzlich davon profitieren, dass China die Mindestreserveanforderungen für chinesische Banken lockern wird. In Verbindung mit den Nachrichten, dass der Iran seine Ölexporte nach Großbritannien und Frankreich aussetzte, ist es keine Überraschung, dass die Ölpreise stark anstiegen. Öl der Sorte Brent wird derzeit bei über $120 und 0,88% über seinem Schlusskurs vom Freitag gehandelt und WTI stieg um ganze 1,55% und liegt derzeit knapp unter $105 pro Barrel.
Wie ZeroHedge berichtet, ist Öl der Sorte WTI aufgrund der steigenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten so teuer wie seit 9 Monaten nicht mehr. Ein Krieg zwischen den USA und dem Iran scheint immer wahrscheinlicher zu werden. So sagte ein amerikanischer Informant der britischen Zeitung Guardian, dass „die Israelis nicht glauben, dass die Iraner kurz vor der Bombe stehen. Es geht eher darum, dass das iranische Nuklearprogramm bald nicht mehr in Reichweite eines israelischen Militärschlags sein könnte, weshalb es derzeit ein „jetzt, oder nie“-Zeitfenster gibt.“
In einem solchen Szenario ist ein Ölpreisschock, vergleichbar mit den Ölkrisen in Folge des Jom-Kippur-Krieges von 1973 und der Iranischen Revolution von 1979, durchaus in den Karten. Dies wäre natürlich ein Szenario, das die wirtschaftlich unter Druck stehenden Länder am liebsten vermeiden würden. Da die Öl- und Goldpreise sehr stark korreliert sind, würde ein Anstieg des Ersteren mit Sicherheit einen Anstieg des Letzteren begünstigen.
Obwohl geopolitische Sorgen logischerweise ein treibender Faktor in der Preisfindung des Erdöls ist, so ist ein ebenso wichtiger Faktor die Beschaffenheit des Mediums, mit dem besagtes Öl gekauft wird. In Amerika sind die Benzinpreise heute sogar in Wirklichkeit real niedriger, als vor 100 Jahren und wie James Turk in diesem Video demonstriert, kostet ein Barrel Öl gemessen in Goldgramm seit 1950 annähernd gleich viel. In beiden Fällen sind Preisanstiege von Erdöl und seinen verarbeiteten Endprodukten eine Folge der Entwertung des Dollars an sich.
Wie Reuters berichtet, sollte bezüglich der Ölpreisentwicklung, im Zuge des umfassenden Anwerfens der Druckerpressen in den vergangenen Wochen, ein größerer Augenmerk auf diese Abwertung der Papierwährungen gelegt werden. Die Aggressivität der jüngsten Zentralbankinterventionen kann in einem neuerlichen ZeroHedge Artikel nachvollzogen werden. Was auch immer man als Rechtfertigung für die Freizügigkeit der Zentralbanken anführen mag, so kann man nicht leugnen, dass sich diese monetäre Expansion für die Zentralbanken zum Bumerang entwickeln kann, der in Folge eines inflationären Booms (möglicherweise bewusst) nicht mehr kontrollierbar sein wird.
Der Abwertungslauf gewinnt an Fahrt.
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