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Chinesische Intervention erfreut die Märkte

2012-FEB-15

Chairman Mao Hoch, runter, hoch, runter. Im einen Moment erahnen die Märkte eine Erholung in der Eurozone und Aktien und Rohstoffe steigen, während der Dollar fällt. Dann kommen negative Nachrichten auf und Aktien und Rohstoffe fallen, während der Dollar steigt und der Euro sinkt.

Die letzten 24 Stunden wahren dafür ein treffendes Beispiel. Der Beschluss eines neuen Sparpakets durch das griechische Parlament ermutigte die Aktien-Bullen, doch dann kam die Nachricht auf, dass die EU-Finanzminister ein Treffen absagten, auf dem ein neuer Rettungskredit für Griechenland gebilligt werden sollte. Der Grund für die Absage ist die Meinung der Finanzminister, die griechischen Politiker hätten zu wenige Sicherheiten für die unverzügliche Umsetzung der Sparmaßnahmen gegeben. Das Ergebnis: Aktien werden verkauft und der Dollar steigt, da die Händler sich erneut zur Weltreservewährung flüchten. Nicht überraschend kamen dadurch auch die Edelmetalle am gestrigen Abend unter Verkaufsdruck, wenngleich weder Gold noch Silber unter ihre Unterstützungslevel fielen.

Nun zeigen sich die Märkte erfreut über Nachrichten, nach denen Chinas Zentralbank mehr in Euro-denominierte Anlagen investieren könnte. Der Chef der People’s Bank of China, Zhou Xiaochuan, sagte europäischen Führungskräften auf deren Chinareise in Peking gestern zu, dass die Zentralbank „vollstes Vertrauen in die Rolle des Euro und seine Zukunft“ habe. Das Wall Street Journal berichtet allerdings, dass die Chinesen sich auf keinen spezifischen Investitionsplan festlegen wollten. Nicht überraschend stieg der Euro in Folge dieser Nachrichten gegenüber dem Dollar.

Warum aber sollten die Chinesen verschwenderische westliche Nationen unterstützen, welche (zumindest auf dem Papier) pro Kopf reicher als China sind? Die Antwort ist, genau wie auch bei den gestrigen Versuchen der Bank of Japan den Yen zu schwächen, dass es auch hier um den Handel – genauer gesagt um Chinas Macht als Exportgigant - geht. Wie auch in Japan sehen die Chinesen eine schwache Währung als wichtiges Mittel zum Erreichen dieses Ziels an. Für sie ist es also wichtig, dass der Euro im Verhältnis zum Yuan stark bleibt.

Weitere Anzeichen, dass es China mit der Unterstützung der Eurozone ernst meint, sollten zu Dollarschwäche und einer Rückkehr der Risikofreude unter den Anlegern führen. Silber, Platin und Palladium werden davon mit Sicherheit profitieren können, während Gold wohl verhältnismäßig schlechter abschneiden dürfte, da es als weniger riskantes und mehr auf Sicherheit angelegtes Edelmetall gilt.

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