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Ben Bernanke schlägt verhaltene Töne an

2012-APR-26

Fed building  „Vorsichtig weiter“ war die Tonlage von Fed-Chef Ben Bernanke in seiner gestrigen Pressekonferenz, die den Abschluss des Offenmarktausschusstreffens der Fed bildete. Der Offenmarktausschuss bekräftigte erneut die Position, dass die Leitzinsen bis Ende 2014 bei 0,25 % gehalten werden sollen. Gleichzeitig erteilte Bernanke Gerüchten über neue geldpolitische Lockerungsmaßnahmen eine Absage. Ein Reporter fragte Bernanke warum die Fed bei einer Arbeitslosenquote von 8,2 % und einer Inflationsrate von 2 % nicht eine weitere Runde des QE-Programmes starten wolle, woraufhin Bernanke antwortete: „Ich glaube, die Frage ist, ob es sinnvoll wäre, eine höhere Inflationsrate in Kauf zu nehmen um eine leicht höhere Reduzierung – eine leichte Erhöhung in der Geschwindigkeit des Abbaus der Arbeitslosigkeit hervorzurufen? Die Ansicht des Ausschusses ist es, dass dies sehr leichtsinnig wäre.“ Die Fed steigerte außerdem seine Wachstumsprognose für das Jahr 2012 von 2,2 bis 2,7 % auf 2,4 bis 2,9 %.

Die Schlüsse daraus? Was den Gold- und Silberpreis angeht, gab es viel Lärm um Nichts. Gold und Silber brachen vor der Pressekonferenz Bernankes ein, erholten sich aber im späteren Handel. Aufgrund Bernankes relativen Inflationssorgen könnte sich die Konsolidierung im Goldmarkt wohl noch ein wenig fortsetzen – wenngleich Bernanke wie immer die Tür für die Möglichkeit weiterer Lockerungen weit offen ließ. Bernanke sagte, dass die Fed weiterhin genau beobachten werde, „ob die die Fortschritte bei der Arbeitslosigkeit sich entsprechend unseren Zielen entwickeln.“

Am anderen Ende des Atlantiks wurde bekannt, dass das Vereinigte Königreich in die Rezession zurückfiel. Im ersten Quartal sank das BIP um 0,2 %. Das Land hat nun sowohl mit einer hohen Inflation (3,6 %) als auch mit dem Ausbleiben von Wachstum zu kämpfen – in anderen Worten: Stagflation. Aus dieser Situation gibt es weder für die Bank of England, noch für die britische Regierung einen leichten Ausweg. Die Möglichkeit zu weiteren quantitativen Lockerungen der Bank of England ist aber sehr wahrscheinlich.

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