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Nach den beeindruckenden Zugewinnen der vergangenen Woche durchliefen die Edelmetallpreise im frühen Handel eine leichte Korrektur. Gold wird weiterhin über dem Widerstand bei $1.750 gehandelt und Silber befindet sich oberhalb der wichtigen Marke von $35. Gestern warnte die G20, dass sie nicht bereit seien, den europäischen Staaten über den IWF mehr Geld zukommen zu lassen, solange die europäischen Regierungen nicht zuvor ihr Engagement im Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) weiter ausbauen.
Wie der Telegraph berichtet, hatten die Märkte darauf gehofft, dass die G20-Länder sich auf zusätzliche Hilfen einigen würden. Zu den Enttäuschungen kamen noch Unstimmigkeiten zwischen Deutschland und den USA hinzu. Letztere forderten erneut, dass Deutschland mehr Rettungsgelder zur Verfügung stellen solle. In Anbetracht dieser Ereignisse begaben sich die Märkte heute Morgen in den risikoaversen Modus, das heißt Aktien und Öl fielen, während der Dollar gegenüber dem Euro zulegen konnte.
Heute stimmt der deutsche Bundestag über das €130 Milliarden Rettungspaket für Griechenland ab, das letzte Woche ausgehandelt worden war. Eine Zustimmung des Bundestages ist sehr wahrscheinlich, wenngleich Innenminister Hans-Peter Friedrich mit seiner Aussage für Aufregung sorgte, dass man Griechenland ein Angebot zum Austritt aus der Eurozone geben solle, „das sie nicht ablehnen können“. In einem Interview mit dem Spiegel wies er am Wochenende darauf hin, dass Griechenland „außerhalb der europäischen Währungsunion mit Sicherheit größere Chancen habe, sich zu regenerieren und wettbewerbsfähiger zu werden, als wenn es in der Eurozone verbliebe“.
Zwei Drittel der Deutschen sind gegen weitere Hilfspakete für Athen und mit den Wahlen im September des nächsten Jahres steht Merkels Koalition stark unter Druck wenn es darum geht, als „gute Europäer“ mehr Geld nach Südeuropa zu schicken. In Amerika ist der Wahlkampf bereits in vollem Gange und Barack Obamas Administration kann es sich nicht erlauben, den Europäern über den IWF amerikanische Steuergelder zukommen zu lassen. Auch in Frankreich und Griechenland wird dieses Jahr gewählt, und so wird es vor der Verabschiedung eines endgültigen IWF-Deals wohl noch zu einigen Disputen und waghalsigen politischen Manövern kommen.
Hinter den Kulissen sind die Zentralbanken jedoch dabei, gigantische Mengen an neuem Geld zu drucken. John Williams von Shadow Stats berichtete in einem Artikel auf King World News darüber, dass die Geldbasis in den USA in den zwei Wochen bis zum 22. Februar stark anstieg und nun bei knapp unterhalb von $2,8 Billionen steht.
Anstiege der Geldbasis kommen zustande, wenn die Federal Reserve Bank mit neuem elektronischem Geld Finanzwerte von Banken aufkauft. In dieser Transaktion erhält die Fed einen Vermögenswert (meist Staatsanleihen) als Aktiva und die Bank erhält frisches Zentralbankgeld, was zu einem Anstieg der Geldbasis führt, die aus von der Bevölkerung gehaltenen Banknoten und Münzgeld, sowie den Barreserven, die Banken bei der Fed halten, besteht. Durch das Mindestreserveprinzip kann (abhängig vom vorgeschriebenen Reservesatz) jeder neue Dollar der Geldbasis 10-fach verliehen werden. Ein Anstieg der Geldbasis um $2 Billionen seit 2008 geht so mit gigantischen $20 Billionen an neuem Kreditvolumen im Bankensystem einher – mit der Folge von Preisblasen in Vermögenswerten und einer Explosion der Verbraucherpreisindices.
Die optimistischen Preisvorhersagen von Nick Laird von ShareLynx scheinen in diesem Zusammenhang alles Andere als verwunderlich.
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