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Vom GoldMoney News Desk --
Der Banken-Stresstest, der in der Eurozone durchgeführt wird, war das große Ereignis, das die Edelmetalle diese Woche beeinflusste. Am Freitag werden 91 europäische Banken dem Test unterzogen, um zu simulieren, was mit ihnen passiert, sollten sich die wirtschaftlichen Bedingungen weiter verschlechtern. In einer Testkategorie werden die Banken gebeten zu schätzen, wie viel Kapital sie benötigen würden, um zwei spezielle Szenarien zu bewältigen. Viele Analysten sind sich uneinig, inwieweit diese Tests überhaupt effektiv seien und sie werfen der EZB vor, sie sei nicht transparent genug, was schließlich auch die Auswirkungen auf den Markt schwer vorhersagbar macht.
Das Ergebnis der Stresstests wird den Goldpreis beeinflussen, in welche Richtung ist jedoch noch unklar. Der Zustand der europäischen Wirtschaft ist nicht wirklich ein Geheimnis (speziell was Griechenland, Italien, Irland, Spanien und Portugal angeht), aber es scheint generell der Eindruck zu herrschen, dass die Banken die zum Bestehen des Tests erforderlichen Kriterien erfüllen. Und sollten die Ergebnisse zeigen, dass die schlechtergestellten Wirtschaften besser gewappnet sind als erwartet, dann könnte das negative Auswirkungen auf den Goldpreis haben. Denn dann werden die allgemeinen Bedingungen insgesamt als stabiler erachtet, was wiederum die sicherheitsbildenden Eigenschaften von Gold etwas in den Hintergrund treten lassen wird.
Ein Analyst der Bank of America/ Merrill Lynch kommentierte dies folgendermaßen: “Im Moment haben wir keinen deutlichen Auslöser, der Gold nach oben treiben könnte – gerade jetzt, da die Situation in Europa wieder ein wenig mehr unter Kontrolle ist. Vor diesem Hintergrund befinden wir uns etwas in der Schwebe.“
Gold geriet diese Woche etwas unter Druck, da die Risikobereitschaft wiederkehrte und Aktien hinzugewannen. Am Freitag letzter Woche begann das Gelbe Metall zu sinken, am Dienstag erreichte es dann ein 2-Monate-Tief bei 1.175,35 $/ oz. Gold erholte sich jedoch, erreichte am Donnerstag wieder die 1.200 $-Marke und wartet jetzt die europäischen Stresstests ab, die am Freitag 16.00 Uhr (Greenwich Mean Time) erfolgen sollen.
Silber fiel diese Woche zusammen mit Gold und erreichte am Dienstag 17,40 $/ oz, wurde jedoch gegen Ende der Woche wieder auf 18,20 $ gedrückt.
Interessanterweise werden die eher industriellen Metalle gar nicht so schlecht abschneiden, sollte der Stresstest in Europa gut ausgehen. Mehr Sicherheit hinsichtlich der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung könnte durchaus die Nachfrage nach Platin und Palladium für den Einsatz in der Automobilindustrie in die Höhe treiben.
Platin und Palladium fielen am Dienstag beide, Platin auf 1.488,05 $/ oz und Palladium auf 431,75 $/ oz. Trotzdem konnten beide Metalle ihre Verluste bis zum Freitag wiedergutmachen. Vor den Ergebnissen der Stresstests erreichten sie 1.540 $ bzw. 460 $.
Daten und Zitate stammen von Reuters.
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