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Gold Research Analysis |
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Am Montag Abend der vergangenen Woche, kurz vor der Öffnung der US-Märkte nach dem President's Day, wurden die Details für das griechische Rettungsprogramm bekanntgegeben. Dieses Timing ist allerdings zweitrangig bei der Beurteilung, ob der Plan aufgehen wird, oder ob lediglich noch etwas Zeit erkauft wurde. Theoretisch kann der Deal funktionieren, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass er es wird. Eigentlich weiß oder zumindest erwartet das jeder, doch es steht das Überleben des politischen Systems in Europa auf dem Spiel und diese systemische Priorität ist wichtiger als die harten, ökonomischen Fakten.
Die Skeptiker liegen aus den falschen Gründen richtig. Wenige Analysten beschreiben das Problem richtig und wie eine bestmögliche Lösung aussehen könnte, weil sie als einzige Möglichkeit die staatliche Intervention sehen. Einige pochen darauf, dass Griechenland den Euro verlassen solle, um mit der Drachme eine Abwertung zu erreichen, welche die griechische Arbeitskraft wettbewerbsfähiger machen würde. Die Trugschlüsse bei diesem Argument sind allerdings offensichtlich und vielfältig. Eine Drachme, die mit nichts als fehl-platzierten Hoffnungen gedeckt ist, würde umgehend kollabieren und zu einem vollständigen Chaos führen, während die auf Euro laufenden Schulden weiterhin unbezahlt bleiben würden. Andere sagen, dass das Bruttoinlandsprodukt fällt und ein Kürzen von Staatsausgaben dieses Schrumpfen der Wirtschaft noch verstärke. Ohne wirtschaftliches Wachstum schrumpft auch die Zahlungsfähigkeit Griechenlands beachtlich. Dieses fehlgeleitete Argument ignoriert dabei die massive Belastung, die exzessive Staatsausgaben auf die Wirtschaft haben und auch die Vorzüge, die mit einer Sachrumpfkur des Staates einhergehen.
Der Gedanke, dass die Regierung Mittel zur Verfügung hätte, die nicht zuvor von den Bürgern eingesammelt werden müssten, entstammt dem Reich der Märchen, aber wird von all denen, die einen persönlichen Zugewinn davon erwarten, zum Pfeiler einer ökonomischen Doktrin erhoben. Der Staats kann nur ausgeben, was er von den Bürgern nimmt. Und je mehr er nimmt, desto größer ist die Belastung für die Bürger. Wenn es also durch das Diktat der Gläubiger zu einem Schrumpfen des Staatshaushaltes kommt, in dessen Folge ein Notto-Transfer von Ressourcen (Netto bezüglich des Schuldendienstes) zurück in den privaten Sektor stattfindet, dann kann der Plan Erfolg haben. Dafür müssten aber Alle, die auf Hilfe des Staates bauen, davon überzeugt werden, dass dies die beste Lösung ist.
Das ist ein schwieriges Unterfangen. Nach Jahrzehnten staatlicher Interventionen ist niemand dazu bereit, für ein Zurückfahren der staatlichen Ausgaben einzustehen. Dabei wurde dies in der Vergangenheit bereits erfolgreich praktiziert. Zum Beispiel durch Großbritannien nach den Napoleonischen Kriegen. Damals war die Gesellschaft aber noch nicht vom heutigen Anspruchsdenken verführt. Das Geraderücken ökonomischer Verzerrungen infolge des Eingreifens des öffentlichen Sektors in den privaten Sektor wird politisch eine schwierige Aufgabe. Am Ende des Tages ist ein erfolgreicher privater Sektor aber Griechenlands einzige Chance und dies benötigt ein ehrliches Geldsystem zur Unterstützung von Investitionen, radikale Einschnitte im öffentlichen Sektor zur Reduzierung der wirtschaftlichen Belastungen und die geringst-möglichen Steuersätze, die mit der Aufrechterhaltung eines ehrlichen Staatshaushaltes vereinbar sind. Dies ist genau das Gegenteil von dem, was die Intervenierer instinktiv vornehmen wollen.
Die Hoffnungen, dass die Entscheidungsträger die richtigen Schritte einleiten werden, sind ehrlich gesagt gering. Es kann nur gelingen, wenn all die Behauptungen aufgegeben werden, dass Interventionen wirtschaftliche Vorzüge bieten würden und wenn dieses Argument der skeptischen Bevölkerung, die gegen jegliche Autoritäten rebelliert, überzeugend verkauft werden kann.
Leider ist das griechische Problem lange nicht gelöst und wird sich wahrscheinlich weiter verschlimmern.
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Veröffentlicht von GoldMoney
Copyright © 2012. Alle Rechte vorbehalten.
Herausgegeben von Alasdair Macleod
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