English  |  Deutsch

Home > Gold Research > Die Zerstörung der Ersparnisse durch ...

Gold Research Analysis

Ich möchte GoldMoney Research lesen auf:

Die Zerstörung der Ersparnisse durch Inflation

2012-FEB-20

Dynamite on dollars In der Vergangenheit waren Versicherer und Rentenfonds stets darauf bedacht, die Vorzüge des Zinseszinseffekts auf die eingezahlten Ersparnisse zu preisen. In den letzten 30-40 Jahren wurde diese Rate durch die Inflation aufgebläht, aber um die Kosten durch Inflation zu verstehen, muss man den gesamten Sparzyklus verstehen – nicht nur die Akkumulationsphase, sondern auch den Wert der jährlichen Auszahlungen. Weiterhin sollte die historischen Ergebnisse einen durchschnittlichen Arbeitslebens mit einem theoretischen Alternativszenario eines Hartgeldsystems verglichen werden.

Angenommen ein Mann arbeitet für 40 Jahre, über welche hinweg er jährlich eine feste Summe anspart. Dieses Geld legt er überwiegend in Anleihen an, die ihm eine feste Verzinsung einbringen. Die Versicherungsvertreter stoppen hier meist, doch wir gehen einen Schritt weiter. Der Zinsertrag wird reinvestiert um Einkommen für eine feste Rentenauszahlung über die Lebenserwartungszeit des Kunden zu generieren. Nehmen wir also an, es werden jährlich €1.000 investiert und die jährliche Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen werden als Referenzrendite herangezogen. Das Ergebnis finden Sie in der nachstehenden Tabelle unter „Papiergeld“.



Der Nominalwert unserer Ersparnisse für den Ruhestand sind attraktive €224.150, doch in der Ansparzeit war die durchschnittliche Inflationsrate 4,44%, so dass der inflationsbereinigte Wert nur noch €74.056 ergibt. Die Differenz (€150.094) sind dabei eine versteckte Inflationssteuer, die unseren Sparer real mit lediglich einem Drittel seiner Nominalsumme dastehen lassen.

Wird dieser Betrag weiterhin in Anleihen mit 7,18% Verzinsung angelegt, während über 25 Jahre jährlich ein fester Rentenbetrag ausgezahlt wird, dann erzielen wir eine jährliche Auszahlung von €6,458. Wenn sich die Inflationsrate unverändert auf ihrem historischen Niveau bewegt, so beträgt der reale Wert der letzten Rentenzahlung lediglich €2.075. Sie sehen, wie die Kaufkraft der einzelnen Rentenzahlungen im Zeitverlauf sinkt, während die Gesundheits- und Pflegekosten wahrscheinlich in genau diesem Zeitraum ansteigen werden, in dem er es sich am wenigsten leisten kann.

Der Grund, warum wir eine solche Inflationsbereinigung vornehmen, ist, dass wir einen Vergleich zu einem Sparzyklus unter einem stabilen Geldsystem anstellen können. Die Rechnung mit plausiblen Annahmen sieht dramatisch anders aus, wie Sie es in der rechten Spalte der Tabelle erkennen können: Eine durchschnittliche Anleiherendite von 2,5% und eine Preisdeflation von 1% pro Jahr. Das deflationsbereinigte ist wesentlich besser, als das in einer Papiergeld-Welt. Außerdem steigt die Kaufkraft der Rentenzahlungen im Zeitverlauf an, was sich viel besser mit den gestiegenen Kosten des älter werdenden Rentners deckt.

Unser Beispiel ist dabei sehr vereinfacht: Anleihezinsen haben seit 1971 enorm variiert und wir haben jegliche Verwaltungsgebühren und Steuern vernachlässigt. Wir haben nicht in Betracht gezogen, dass die Anleihezinsen aktuell außergewöhnlich niedrig sind, wodurch die angesparten Rentenbeträge noch wesentlich niedriger ausfallen, als im oben beschriebenen Beispiel.

Das Fazit ist, dass der Sparer durch die Inflation stärker beraubt wird, als es oft angenommen wird. Der Staat hat durch die monetäre Inflation von diesem Vermögenstransfer auf Kosten der Sparer profitiert, doch geschieht dies auf Basis von beachtlichen Kosten in der Zukunft. Die Regierungen sehen sich nämlich nun mit der Zahlung für die Sozialhilfe, Gesundheits- und Pflegekosten für eine alternde Bevölkerung mit einer steigen Lebenserwartung konfrontiert, welche nicht mehr dazu in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen.

Die Kosten, die mit einer wachsenden Zahl verarmter Rentner einhergehen wird, werden in den nächsten Jahren deutlich ersichtlich werden, wenn die Defizite der Staaten stärker steigen werden, als erwartet. Was wir noch nicht wissen, ist wann der Markt beginnen wird, diese enormen zukünftigen Verpflichtungen zu reflektieren.

LESEZEICHEN & WEITEREMPFEHLEN

  • Netvouz
   
  •  Seite per email senden
  • Seite drucken

GoldMoney Email News

Erhalten Sie Aktuelles und Videos aus unserer Gold Research per Email

Updates im Minutentakt

updating...


Aktuelle Edelmetall Charts

 
Informationen zu den Charts Informationen


 
Informationen zu den Charts Informationen


 
Informationen zu den Charts Informationen


 
Informationen zu den Charts Informationen


Aktuelle Edelmetallpreise

Gold kaufen online

Gold:

Gold kaufen

$51,3947/gg

$1'598,50/oz

Kaufen Silber Online

Silber:

Silber kaufen

$28,7200/oz

Kaufen Platinum Online

Platin:

Platin kaufen

$47,0434/pg

$1'463,20/oz

Kaufen Platinum Online

Palladium:

Palladium kaufen

$19,4512/pd

$605,00/oz

AKTUELLE ANALYSEN

Goldbullen werden Recht behalten

In den letzten Wochen fiel der Goldpreis unter 1.600 USD, während die Eurozone unter zunehmendem systemischen Stress im Anleihemarkt und Bankensystem ...

12-MAI-2012 · Alasdair Macleod

Keynesianismus gegen Österreichische Schule: Debatte spitzt sich zu

Letzte Woche hielt Robert Wenzel, ein Ökonom der Österreichischen Schule, eine Rede vor der New York Federal Reserve, während auf Bloomberg ...

05-MAI-2012 · Alasdair Macleod

Finanzregulierung und freie Märkte

Adam Smith‘s große Erkenntnis war es, dass in einer geschäftlichen Transaktion immer beide Seiten profitieren müssen. Bis zu diesem Zeitpunkt ...

30-APR-2012 · Alasdair Macleod

Feedback senden